Pflasterstrand

Journal-Frankfurt-Weblog

Bei den Dreharbeiten zum „Kinder-Tatort“

von Redaktion, 27. 7. 2010

Schwer was los auf der Sportanlage des SG Harheim in Frankfurt! Eine Gruppe von Fußballfans des FC Wacker und der Platzwart des FC Harheim, mitsamt seiner Frau, stehen sich feindselig gegenüber. Alle brüllen wild durcheinander, die Situation droht zu eskalieren. Plötzlich wirft jemand eine Flasche, die direkt vor den Füßen der Ehefrau des Platzwarts zu Bruch geht. Alle sind geschockt. Für einen kurzen Moment herrscht Schweigen und absolute Stille. Die zierliche Frau des Platzwarts gewinnt jedoch schnell wieder ihre Fassung und schreit dann in einer Tonlage, die man ihr gar nicht zugetraut hätte: „Jetzt ist aber Schicht im Schacht!“ Zu guter Letzt rückt auch noch die Polizei an… Sie sind verwirrt? Keine Sorge – ist alles nur gespielt. Denn in Wirklichkeit befinden wir uns nicht inmitten einer äußerst heiklen Situation, sondern bei Dreharbeiten, was sich unschwer an dem konzentriert arbeitenden Filmteam und der großen Schar von Journalisten erkennen lässt, die wie wild Fotos knipsen.
Zurzeit laufen in Frankfurt nämlich die Dreharbeiten zu der Kinder-Krimi Reihe „Krimi.de“, die regelmäßig im KI.KA ausgestrahlt wird. So wie beim erwachsenen Vorbild „Tatort“ spielen die spannenden Geschichten von „Krimi.de“ in unterschiedlichen deutschen Städten. Nachdem bereits Folgen in Leipzig, Hamburg, Jena, Stuttgart und Erfurt abgedreht wurden, wird nun Frankfurt zum Schauplatz von großen und kleinen Kriminalfällen, die nur darauf warten von ambitionierten Nachwuchs-Kommissaren gelöst zu werden. Die Produktion erfolgt im Auftrag des Hessischen Rundfunks. [Weiterlesen →]

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Desaster auf der Loveparade

von Redaktion, 26. 7. 2010

Ich hatte mir in diesem Jahr vorgenommen dieses Spektakel einmal selbst mitzuerleben. Vielleicht hätte ich es besser lassen sollen. Die Loveparade war bisher eine DER Technoveranstaltungen überhaupt, doch in diesem Jahr in Duisburg, endete sie in einer Katastrophe.
Vorerst sollte ich erwähnen, dass ich nicht durch den Tunnel gehen musste, um auf das Gelände zu gelangen, da ich einen Platz auf einem der begehrten Trucks ergattern konnte und somit das Privileg – und das Glück – hatte durch einen der „Artists-Eingänge“ gehen zu dürfen.
Zunächst schien die Stimmung gut, die Leute in Feierlaune, die Musik super….. ich befand mich auf einen der Trucks und feierte mit Fedde le Grande und Co eine super Party. Doch nach einigen Stunden überkam uns alle ein ungutes Gefühl, man spürte eine nervöse Atmosphäre in der Menge und nach einiger Zeit dachte ich nur noch: „Irgendwas läuft hier doch falsch – und zwar ganz gewaltig.“ Die Menschen drängelten sich immer enger um unseren Truck herum, erschienen zunehmend unruhig und aufgebracht. Noch wusste ich nicht, was überhaupt los war, aber allein aufgrund der seltsamen Stimmung entschied ich mich gegen 17:30 Uhr gemeinsam mit meinen Kollegen die Heimreise anzutreten. Was sich als die beste Entscheidung herausstellte. Zu diesem Zeitpunkt waren die Notausgänge schon geöffnet und die Partygäste verließen in Strömen das Veranstaltungs-Gelände. Kaum draußen, wurden wir schnell über die Geschehnisse informiert und waren geschockt! 10 Tote zu diesem Zeitpunkt! Jedoch bekam man weder von der Polizei noch von den herumlaufenden Besuchern genauere Infos, weshalb sich auch bei uns langsam aber sich das Gefühl von Panik breit machte… Am Auto angekommen: sofort Radio an! Mittlerweile wurden schon 15 Tote gemeldet und wir hörten zum ersten Mal was genau geschehen war. Wir zögerten keine Sekunde, einfach nur raus aus der Stadt!!! Bei jeder neuen Meldung aus dem Radio überkam mich ein kalter Schauer. Die Ereignisse waren unbegreiflich, wie konnte so etwas passieren? Hätte es nicht verhindert werden können? Was war mit meinen Freunden die sich immer noch dort befinden? ( Ich kann aber mittlerweile beruhigt sein, konnte sie glücklicherweise per sms erreichen und es geht ihnen gut). Tausend Fragen und Horrorvorstellungen die im Kopf herumirrten und die es auch nach Tagen immer noch tun. Fragen die geklärt werden sollen und müssen. Mit der Hoffnung auf Antworten der Verantwortlichen, dass sind sie den Familien und den Opfern schuldig.

Bericht: Sarah-Ann Law

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Oans, zwoa Gsuffa!

von Julia Lorenz, 23. 7. 2010

„O’zapft is“ hieß es gestern in der Binding-Brauerei. „Yo sin’ mer denn in Bayern?“ Nein, aber vom 23. September bis 3. Oktober finden zum zweiten Mal die Wiesn am Main statt – das Frankfurter Oktoberfest. „Yo ham mer denn scho Oktober?“ Nein, aber so ein großes Fest will wohl überlegt sein. Und Binding hat sich diesmal etwas ganz Besonderes ausgedacht: Ein eigens eingebrautes Festbier soll es geben – ganz nach Münchener Vorbild. Und auch dieses braucht so seine Zeit zum reifen und gären. Allerdings muss das richtige Bier erst einmal ausgewählt werden. Denn die Brauerei hat gleich vier verschiedene Festbiere gezaubert. „Ein Festbier ist süffig, hat mehr Alkohol und ist kräftiger als das herkömmliche Bier, auch von der Farbe her“, erklärt Festwirt Eddy Hausmann, der gemeinsam mit Eventmanager Kai Mann das Frankfurter Pendant zum Münchner Oktoberfest organisiert. [Weiterlesen →]

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Backen mit Herrn El Bachiri

von Jasmin Takim, 21. 7. 2010

So schön kann es sein, Gutes zu tun. Probieren Sie es doch auch mal aus! Bei Kaiserwetter im Palmengarten an blühenden Rosen schnüffeln, sich an den gestählten Oberkörpern der schicken Holländer auf der Liegewiese ergötzen… Wäre da nur nicht dieser sperrige Rollstuhl. Samt Inhalt, den es sanft und ohne viele Blessuren durch die liebliche Parklandschaft zu bugsieren gilt. Herr Papadellonaios – oder so ähnlich – ist zum Glück richtig pflegeleicht. Weder die Äste, die ihm gelegentlich ins Gesicht schlagen, noch meine mangelnden Bremskünste am Berg scheinen ihm den Puls in schlaganfallgefährliche Höhen zu treiben. [Weiterlesen →]

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Wildwuchs

von Jasmin Takim, 20. 7. 2010

Präriekerze, Sonnenhut, Indisches Rohr, hoher Tabak… Während auf dem heimischen Balkon die letzten Geranienreste in den Plastikkästen vor sich hindörren, sprießt es im Palmengarten an jeder Ecke. Chefgärtnerin Birgit Vaupel ist mächtig stolz auf ihren „Sommerflor“ – jeden Sommer werden die monatelang in Gewächshäusern gehegten und gepflegten Gewächse nach den Eisheiligen ausgepflanzt und der Öffentlichkeit präsentiert. [Weiterlesen →]

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Im Ostend wächst etwas

von Julia Lorenz, 20. 7. 2010

Vor zwei Monaten wurde der Grundstein für den Neubau der Europäischen Zentralbank mit einem großen Tamtam gelegt. Die Integration der zwei 180 Meter hohen Doppeltürme in die Mauern der Großmarkthalle macht Fortschritte. Ein moderner Querriegel soll den Turm mit der alten Halle verbinden. Auf den ersten Blick erkennt man noch nicht viel. Eine gewöhnliche Baustelle und mittendrin die Ruine der alten Halle. [Weiterlesen →]

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Inkognito in Badehosen

von Redaktion, 20. 7. 2010

Damit hätte der 28 jährige Mehrfachtäter, der mit Haftbefehl gesucht wurde, sicherlich nicht gerechnet. Gerade hatte er es sich im Rödelheimer Brentanobad in der Sonne so schön bequem gemacht und dann das! Während er gelassen zum Kiosk schlenderte, wurde er kurzerhand festgenommen von [Weiterlesen →]

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Der Tod babbelt Hessisch

von Nicole Brevoord, 19. 7. 2010


Die Temperaturen waren mild, die 531 Premierenbesucher des hessischen Jedermann auch daher ganz entspannt. Zu der guten Stimmung des open air aufgeführten Stücks trug vor allem aber die Örtlichkeit bei: Mitten im Archäologischen Garten, zwischen Schirn und Dom. Einen besseren Spielort hätte man kaum finden können, zumal die um den Domturm kreisenden Krähen die Dramatik des alsbald beginnenden Moralstücks fast wie beabsichtigt untermalten. Drei Plattformen dienten den Schauspielern als Bühne. [Weiterlesen →]

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Frankfurt von seiner buntesten Seite

von Nicole Brevoord, 19. 7. 2010

Auch wenn zu befürchten stand, dass der 18. Christopher Street Day im Regen zelebriert werden muss, so hatte der Himmel doch Erbarmen. Rechtzeitig zum Beginn der farbenfrohen Parade schien wieder die Sonne und die warmen Temperaturen lockten rund 50 000 Menschen auf die Straßen. Vom Römer bis zur Konstablerwache schlängelte sich der schrille Umzug, bei dem 45 Wagen und unzählige kostümierte Fußgänger mitmachten. „Stolz auf unsere Vielfalt“ war das Motto der Veranstaltung. Wie vielfältig die Teilnehmer waren, demonstriert die nachstehende Fotogalerie. Eröffnet wurde der diesjährige CSD übrigens von Sozialminister Jürgen Banzer (CDU) und von Bürgermeisterin Jutta Ebeling (Grüne). [Weiterlesen →]

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Die Fifa-Party ist vorbei – Wer zahlt die Zeche?

von Omid Nouripour, 15. 7. 2010

In den vergangenen Wochen hat sich die Aufmerksamkeit auf Südafrika fixiert. Die erste Fußball-Weltmeisterschaft auf dem afrikanischen Kontingent war in vieler Hinsicht ein Erfolg und ein Gewinn. Aber kommen wir doch mal zu den harten Zahlen: 4,2 Milliarden Euro hat die WM den Gastgeber gekostet. In Deutschland hätte man von dem Geld keine Banken stützen können, europäische Staaten halten mit 4,2 Milliarden Euro keine zwei Wochen durch. In Südafrika hätte man ein flächendeckendes Bildungssystem einführen können und die Situation der ausländischen Arbeitnehmer verbessern können. Dazu noch eine gehörige Portion Gesundheits- und AIDS-Prävention.

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