Pflasterstrand

Journal-Frankfurt-Weblog

Großes Kino: Bushido im Metropolis

von Nicole Brevoord, 8. 2. 2010


Buah eh, voll krass. Bushido kommt ins CineStar Metropolis! Das lassen sich die Fans nicht zwei Mal sagen. Die Fans, das sind zumeist Jungs zwischen 14 und 16 Jahren, gerne mit Migrationshintergrund. Auch erkennbar an den kurzen Haaren – an den Seiten rasiert – und an der Sweaterkapuze, die lässig aus dem Jackenkragen hängt. Lauter kleine Bushido-Klone, die auf das Original warten und mühsam von der Security im Zaum gehalten werden müssen. Auch wenn der von Bernd Eichinger produzierte Film „Zeiten ändern Dich“ im Kino auch so gut läuft, den schlechten Kritiken zum Trotz, soll der Skandalrapper mit seiner Präsenz noch mal die Werbetrommel rühren. Doch aus einer Autogrammstunde wird nix, denn die Fans rasten aus. Als ich dazukomme, ist Bushido nicht gut drauf: „Das kackt mich hier alles ab! Das ist die unterirdischte Orga, die ich je erlebt habe.“ Der 31-Jährige steht oben auf der Empore und eine Etage tiefer kreischen seine Fans. Die notdürftig errichteten Absperrungen haben die Teenies nicht abhalten können, dazu müssen Rufe die aggressive Gesamtstimmung angeheizt haben. Jedenfalls ist Bushido geflohen, die Fans sind gefrustet und der Neuschauspieler erklärt der Presse, dass die Reaktionen ja zu erwarten seien. Er sei ja schließlich nicht Jeanette Biedermann. Ach so. [Weiterlesen →]

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Silbermond: Das Beste kam zum Schluss

von Ewelina Feil, 5. 2. 2010

„Das Beste was mir je passiert ist.“ Das haben sich sicherlich viele Fans beim gestrigen exklusiven youfm-Studiokonzert von Silbermond gedacht. Rund 200 geladene Gäste verschiedensten Alters erlebten etwa eineinhalb Stunden die vier Musiker aus Bauzen im intimen Kreis live. Silbermond, die bereits auf eine zehnjährige Bandgeschichte zurückblicken, gaben Songs querbeet aus ihren Alben zum Besten. Ich war perplex, wieviele Lieder ich aus Radio und Fernsehen bereits kannte. Auf „Das Beste“ mussten wir jedoch bis zum Schluss, bis zur Zugabe warten. [Weiterlesen →]

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Fremdschämfaktor: 100

von Nicole Brevoord, 4. 2. 2010

Es gibt Leute, die wissen nicht, wo Schwanheim liegt. All denen sei gesagt: Ihr habt etwas verpasst. Idyllisch ist es hier, fast ländlich. Umrahmt von Stadtwald und geziert mit ein paar Fachwerkhäuschen lässt es sich in diesem südwestlichen Stadtteil samt Düne  gut leben. Nur seit neuestem gibt es in Schwanheim, der unentdeckten Perle am Main, einen kleinen Schandfleck, an dem ich leider täglich vorbei laufen muss.  Seither weiß ich, was sich Fremdschämen bedeutet. Positiv möchte ich  vermerken: Es ist super, dass es hier Partys und andere Veranstaltungen gibt, von denen einige über der Einkaufsstraße mit einem Banner angekündigt werden. Da wird an Humor nicht gespart. Nur in diesem Jahr hat man es mit dem traditionellen “Maskenball im Hühnerstall” etwas übertrieben.”Bauer sucht Frau” wäre schon ein passendes Thema gewesen, doch warum wurde daraus “Freier sucht Sau”? Und wer fühlt sich davon angesprochen? Sind da mit einem die Triebe durchgegangen? Sind das Auswirkungen der Schweinegrippe oder gar der dazu passenden Impfung? Immerhin heißt eine Weiberfassnachtsparty in Schwanheim ” Schweinegrippe? Na und! Wir lassen die Sau raus”. Vielleicht liegt es auch an dem ursprünglichen Namen Schwanheims, das einst als “Sweinheim” bezeichnet wurde, passend zur Unterschweinstiege, die es in der Nähe gibt. Im Schwanheimer Wald wurden früher nämlich die Schweine mit Eicheln gefüttert, später war das Borstentier im Namen doch zu vulgär und man schmückte seinen Ortnamen doch lieber mit dem stolzen Schwan. Heute rennt höchstens noch eine wild gewordene Wildsau durch den Ortskern. Ich habe also schon einige Theorien, warum Freier in Schwanheim Säue suchen könnten. Mir gefiel das Motto in der Vergangenheit jedoch besser. Da prangte nämlich am Ortseingang das Banner: „Hilfe, ich bin ein Schwanheimer, holt mich hier raus!“. Damit kann ich mich derzeit besser identifizieren.

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Happy Birthday, English Theatre!

von Nicole Brevoord, 3. 2. 2010


Wow, schon dreißig Jahre alt ist The English Theatre geworden. Und das musste gebührend gefeiert werden. 250 illustre Gäste waren zur Geburtstagsparty geladen, darunter auch die Schauspielerin Sibylle Nicolai, Stadtkämmerer Uwe Becker sowie Spaniens Generalkonsul Javier Martinez del Barrio und der US-Generalkonsul Edward Alford . Doch nicht nur bei Häppchen und einem Glaserl Sekt konnten die Gäste die vergangenen 30 Jahre des größten englischsprachigen Theaters auf dem europäischen Festland Revue passieren lassen. Denn im Theater selbst wartete eine eindrucksvolle Bühnenshow auf die Gäste.
Die Darsteller des derzeit sehr erfolgreich laufenden Stücks „The Full Monty“ zeigten Ausschnitte aus insgesamt 14 Musicals, die im English Theatre in den vergangenen 30 Jahren aufgeführt worden sind. Wie das Ensemble die Zeit gefunden hat, neben dem eigentlichen Gastspiel auch noch eine eigene Show auf die Beine zu stellen, ist zwar schleierhaft, das Resultat wusste das Publikum jedenfalls zu begeistern.

Moderiert wurden die Musicalhighlights von der gertenschlanken Sonya Kraus, die als einzige nicht englische Muttersprachlerin auf der Bühne einst in „A Picasso“ eine respektable schauspielerische Leistung darbot. Die Liste der Musicals, die im English Theatre bereits aufgeführt wurden, ist ebenso beachtlich: A Slice of Saturday Night, Blood Brothers, Little Shop of Horrors, City of Angels, The Boyfriend, La Cage aux Folles, Chicago, Jesus Christ Superstar, The Rocky Horror Show, Five Guys Named Moe, Cabaret, Rent und Hair. Mit Let The Sun Shine In zum Finale wurde das Ensemble dem Songtitel gerecht.
Das Publikum klatsche nach dem 90-Minuten langen Auftritt mit sonnigem Gemüt Beifall, während sich die Darsteller schon wieder auf die abendliche Show „The Full Monty“ vorbereiten mussten. Die ist übrigens sprichwörtlich ein Hingucker, letztlich lassen die Darsteller die Hüllen fallen … Es gibt also immer wieder einen guten Grund, das English Theatre zu besuchen.

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Leute in Frankfurt mit Mel B. und Mickey Rourke

von Jens Prewo, 3. 2. 2010

Ich war diesmal mit unbestrittenen Weltstars unterwegs: Mel B spricht über ihre Liebe, ihr sexy Fitness-Geheimnis und zeigt sich gerne mit dem JOURNAL FRANKFURT. Nebenbei macht sie professionell Werbung für Fitness First, bis ihr Ehemann sich einschaltet: Liebes-Überfall. Außerdem: Hollywoodstar Mickey Rourke ist mit einer Frankfurterin zusammen. Wir haben das Bild ihrer ersten Begegnung und ihrer heißesten Party. Und: Eine Frankfurter Techno-Disco verkauft jetzt Würstchen. Video nach dem Klick. [Weiterlesen →]

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Editorial: Stadt und Städel

von Nils Bremer, 3. 2. 2010

Schon die Gründungsgeschichte des Städelschen Kunstinstituts ist eine des Mäzenatentums. Das Vermögen des Gewürzhändlers und Bankiers Johann Friedrich Städel floss nach seinem Tod in eine öffentliche Kunstsammlung und in die Ausbildung von Künstlern. Erst war das Haus am Roßmarkt, später dann in der Neuen Mainzer untergebracht – erst 1878 zog es in einen Neubau am Main, wo es auch heute noch als Herzstück des Museumsufers residiert. Nun graben sich wieder Bagger am Schaumainkai in die Erde, metertief, denn der geplante Erweiterungsbau soll unter dem Garten des Städel entstehen. Das kostet viel Geld – das zumindest zum Teil von den Bürgern direkt kommen soll. Mit gelben Gummistiefeln wirbt das Haus um kleine und große Spenden, fünf Millionen Euro sollen zusammenkommen, 14 Prozent, so konnte Städel-Chef Max Hollein gerade stolz verkünden, sind es immerhin schon. Das mag auch an der pfiffigen Werbekampagne liegen, bei der sich Prominente wie Oberbürgermeisterin Petra Roth, Moderatorin Sonya Kraus, Nachrichtensprecher Steffen Seibert oder gleich das komplette Eintracht-Team in gelbe Gummistiefeln kleiden. [Weiterlesen →]

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Auch das noch: Heut ist Murmeltiertag

von Nicole Brevoord, 2. 2. 2010

Es schneit und schneit und schneit und ich persönlich kann dieses Wetter nicht mehr ertragen. Das kann doch nicht so weitergehen, oder doch? Während in den USA heute der Groundhog Day begangen wird, bei dem ein Murmeltier das künftige Wetter vorhersagt, mutiere ich gedanklich selbst zum Nager. Zu einem, der sich bei der Eiseskälte lieber im Bau verkrümeln will. Wie lange nervt dieses Winterwetter bloß noch? Ein Anruf beim Zoo in Frankfurt und ein weiterer Versuch beim Opelzoo ergeben leider keinen Aufschluss. Denn beide Zoos haben keine Murmeltiere, also keine possierlichen Viecher, die ihren Schatten sehen oder ähnliches. Doch bevor meine Wetterrecherche weitergehen konnte, ereilte mich die Agenturmeldung aus Punxsutawney – das liegt im US-Staat Pennsylvania. Dort hat das Murmeltier „Phil“ seinen Schatten gesehen und dem Nordosten der USA damit weitere sechs Wochen Winter vorausgesagt. Na hoffentlich, gilt dieses Orakel nicht auch für Deutschland/ Frankfurt. Hoffnung gibt, dass dieses seltsame Ritual in den Staaten nicht ganz vertrauenswürdig ist. Es wird also ein Murmeltier aus seinem Bau gezogen und hunderte Schaulustige sehen, heute bei minus neun Grad, dabei zu. Der arme Phil hat nun schon das dritte Jahr in Folge Winterwetter verkündet. Seit 1886 macht man das schon so. Der Brauch wurde von deutschen Siedlern in die USA gebracht, denn damals hieß es: Erwacht am katholischen Feiertag Mariä Lichtmess ein Tier aus seinem Winterschlaf und wirft einen Schatten, dann bleibt es winterlich. Ist kein Schatten sichtbar, kommt der Frühling. Bei so vielen Schaulustigen, die immer zum Gobbler’s Knob in Punxsutawney pilgern, verwundert es nicht, dass Phil nur Schatten sieht (vielleicht kriegt er dabei auch selbst einen) und sich ängstlich verkriecht. Seit 1887 soll Phil 97 Mal seinen Schatten gesehen haben und 15 Mal nicht und manchmal hat man schlichtweg versäumt, zu notieren, was Phil vorausgesagt hat. Die Moral von der Geschicht’: Frag Murmeltiere nach dem Wetter nicht. Foto: Carly & Art/flickr/cc-by

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Velveteen – Guten Tag, hier kommt die Gitarrenwand

von Detlef Kinsler, 2. 2. 2010


Mit „27“ veröffentlicht die Frankfurter Band Velveteen – wir stellen sie im Portrait unter LEUTE im aktuellen JOURNAL FRANKFURT vor – am 26.2. ein neues Album. Wir sprachen mit Sänger und Gitarrist Carsten Schrauff über Shoegazing, Gitarrenwände und eine Zahlenmystik, die gar keine ist.

Wenn man so durch eure Biografie liest, fallen Stichworte wie WG, Shoegazing, Plattenhören mit Freunden zuhause auf…Wie wichtig war das alles für eure Sozialisation als Band?
Carsten: Ziemlich entscheidend. Wir haben ständig, Nacht für Nacht zusammen gesessen und uns die ganzen sogenannten Shoegazer-Bands wie Ride, My Bloody Valentine oder Spacemen 3 angehört und konnten es einfach nicht fassen wie großartig diese Musik war. Wir haben uns natürlich auch als so eine Art Elite gesehen weil wir Bands wie Venus Beads oder Medicine kannten und wir uns damit so wunderbar angenehm isoliert betrachten konnten. In unserem Umfeld regierte damals noch der Bluesrock und ließ gerade noch Platz für Althippie- und Metalbands übrig, da haben wir uns schön über die Dinge stellen können und sagen: Guten Tag, hier kommt die Gitarrenwand.

Kleine Labels, minimale Promo, keine Produktionsbudgets, dann der Majorkontakt, Studio in Weilheim, Kontakt zu Console und die Ernüchterung – alles sollte „hittiger“ werden. Ein Alptraum?
Sowohl Traum als auch Alptraum. Natürlich war das nach den Jahren der Sparsamkeit toll mit großem Budget im Studio und mit dem Produzenten unserer Wahl in Weilheim aufzunehmen und das ganze Notwist-Umfeld kennen zu lernen. Wir haben damals bei Martin Gretschmann gewohnt und da kamen immer Leute von anderen neuen Bands wie Miles oder Readymade vorbei. Das war natürlich cool. Wir haben da sehr schnell unglaublich viel lernen dürfen und sehen diesen Teil der Geschichte sehr positiv. Grausam war hingegen die Erkenntnis, dass mit dem Major nun überhaupt nicht zu spaßen war und der ein wirklich Kunst verachtendes Verständnis an die Platte und deren Vermarktung herantrug. Wir sprechen nicht über Details, aber es war wirklich so entsetzlich, dass wir uns noch vor der Fertigstellung der Produktion restlos überworfen hatten und getrennte Wege gingen. Auch da waren Gespräche mit dem Weilheimer Umfeld wichtig und tröstend. Wir fühlen uns noch heute diesem Standort und Standpunkt sehr verbunden. [Weiterlesen →]

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Singles in Frankfurt

von Julia Lorenz, 2. 2. 2010

Der Valentinstag naht mit großen Schritten. Überall wimmelt es nur so von glücklichen Pärchen. Doch noch nicht jeder Frankfurter hat sein passendes Deckelchen gefunden. Um zu hinterleuchten, warum in der Mainmetropole 104 000 Singles leben, haben wir Dr. Fehmi Akalin, der an der Goethe-Uni Soziologie lehrt, zu diesem Thema befragt.

Journal Frankfurt: Früher haben die Menschen mit Anfang 20 geheiratet, heute sind viele mit 30 noch Single. Woran liegt’s? [Weiterlesen →]

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Eintracht vom Pech verfolgt?

von Redaktion, 1. 2. 2010

Live dabei und trotzdem eine Niederlage. Das Stadion ist nicht gefüllt und die Fans sind angeheizt durch das Bier. Vor und hinter mir sitzen alle in Decken gewickelt auf den kalten, blauen Sitzen. Einige haben sich sogar Sitzkissen gekauft, damit der Allerwerteste an diesem schneestürmischen Tag nicht friert oder weil die Sitze zu hart sind. Wir sind auf einem Fußballspiel, aber doch nicht zu Hause auf der Couch!?
Als wir auf die Spieler warten, kommt der verletzte Christoph Preuß aufs Spielfeld und sagt einige bewegende Worte ins Mikro. Er verabschiedet sich von seinen Fans. Ein erneuter Knorpelschaden bedeutet für ihn das Ende seiner Karriere. Preuß’ Anhänger jubeln ihm zu. Danach kündigt Preuß die Aufstellung der Teams an. [Weiterlesen →]

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