Es ist soweit: Ich (35) habe mich kürzlich zum ersten Mal über die Jugend von heute geärgert. Ehrlich gesagt, benutze ich den Ausdruck “Die Jugend von heute” gerade zum ersten Mal, was schon verdächtig ist. Ich lief an einer Schule vorbei; vier Mädchen im Alter von etwa 13 Jahren blockierten den Bürgersteig. Ich fragte höflich, ob ich mal vorbeidürfe. Eine drehte sich zu mir um, musterte mich und sagte: “Nee, du nicht.” Daraufhin nahm ich sie sanft an der Schulter, schob sie beiseite und sagte noch höflicher, sie solle sich verpissen. Sie: “Wenn du Sau mich nochmal anfasst, zeige ich dich an.” Ich sagte ihr, dass sie eine Dummfo**e sei, zeigte ihr ausgesucht höflich beide Mittelfinger und ging weiter. Im Hintergrund Geschrei und Gebrüll (“H**ensohn” etcetera). Hm. Das kenne ich sonst nur vom Fußballplatz. Und da habe ich gelbe und rote Karten, um für Ordnung zu sorgen. Werde ich alt? War ich zu höflich? Ich denke drüber nach …
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Schlagworte: altwerden·fussball·jugend

Christoph Schröder, Literaturredakteur und Kolumnist, besuchte eine bischöflich-katholische Jungenschule und ist deswegen kinderlos. Er studierte Literaturwissenschaft und Philosophie, ist heute im Vorstand des Deutschen Teckelclubs (Gruppe Frankfurt) und lebt in wilder Ehe in Sachsenhausen.





Leute-Reporter Jens Prewo
Dany Cohn-Bendit
Michi Herl ist der Stadtgucker
Christoph Schröder war vor Gericht
Petra Spahn ist der Hausdrache
Herr P. fährt Bahn
mephisto // 22. 3. 2009, 17:25
tse,tse, tse -
bf // 23. 3. 2009, 20:22
Korrekt alder!