40 Jahre lang stand die Bruchweide am Wegesrand der Schwanheimer Wiesen. Vor zwei Jahren dann wurde die Ruhe des Baums etwas gestört, als eben diese Weide sprichwörtlich zur Augenweide wurde. Zu einem Objekt komischer Kunst. Denn aus den gezeichneten Werken des verstorbenen Künstlers der neuen Frankfurter Schule F.K. Waechter wurde „Kunst am Baum“. Sechs dieser Kunstwerke gibt es im Grüngürtel, die „Eule im Norwegerpulli“ oder auch die „Eiche mit Monsterkindern“. Und dann eben den Anti-Struwwelpeter in Schwanheim.

Zwei Glasaugen baumeln am Weidenstamm, befestigt mit Drahtspiralen. Das wirre Geäst simuliert die Mähne. Jahrelang hat der Zauserich sich dem Friseurbesuch entzogen. Gestern Vormittag aber war mit dem Wildwuchs Schluss. Zwei Forstarbeiter rückten ihm mit Motorsäge und Heckenschere zu Leibe.

Jetzt hat der Struwwelpeter einen modischen Kurzhaarschnitt und macht große Augen.
Vielleicht interessiert Sie das auch:
Schlagworte: komische Kunst·Schwanheim·Waechter·Wald

Nicole Brevoord hat Publizistik in Mainz studiert und sich nach einem Ausflug zum Hörfunk dann doch für die Printmedien entschieden. Seit 2005 arbeitet sie regelmäßig für das Journal Frankfurt und stöbert nach neuen Geschäften für das Ressort Shopping.





Leute-Reporter Jens Prewo
Dany Cohn-Bendit
Michi Herl ist der Stadtgucker
Christoph Schröder war vor Gericht
Petra Spahn ist der Hausdrache
Herr P. fährt Bahn
Struwwelpeter gestutzt - wie gut, dass “Haare” anchwachsen « Struwwelpeter in aller Welt // 19. 6. 2008, 11:57
[...] Ein Struwwelpeter wird zum Glatzkopf – 28. 2. 2008 – [...]