Gestern haben wir berichtet, dass Musikproduzent und DJ Shantel in der Türkei vor verschlossenen Toren stand. Auf dem Weg zu einem Konzert wurde dem Frankfurter die Einreise verwehrt. Nun ist er wieder zurück in Deutschland und nimmt Stellung zu seiner Festsetzung:
„Nachdem ich in den letzten Jahren unzählige Male die Türkei besucht habe und dort wunderbare Konzerte, Partys und TV-Shows spielen durfte, wurde mir gestern am Istanbuler Atatürk Airport die Einreise verweigert. Ich war auf der Durchreise. Am Abend sollte ich ein Konzert in Ankara geben. Während der obligatorischen Passkontrolle nahm man mir meinen Reisepass und das Flugticket ab. All dies geschah ohne Angaben von Gründen.
Danach verbrachte ich über 10 Stunden im Transitbereich des Flughafens, wurde nicht über weitere Schritte informiert, es gab auch nichts zu essen und zu trinken. Gegen 20:30 Uhr wurde ich von der Polizei in den letzten Flug nach Frankfurt eskortiert und musste auf direktem Weg die Türkei wieder verlassen. Das Konzert in Ankara wurde abgesagt.
Die Behandlung durch die türkische Flughafenpolizei war ausgesprochen gut. Ich hatte den Eindruck, dass den örtlichen Beamten der ganze Vorgang unerhört peinlich war. Alle ließen sich mit mir fotografieren und boten mir im Fall des Falles an, die Nacht auf dem Sofa des Chefs der Flughafenpolizei zu verbringen.“
Essay Recordings und Guilty76 Artistmanagement wird mit seinem türkischen Partner-Label Doublemoon versuchen diesen Vorfall weiter aufzuklären. Immerhin stehen in diesem Jahr noch einige Einladungen zu Festivals und Clubshows in der ganzen Türkei an.
Der Vorfall hat alle verblüfft, denn in den letzten fünf Jahren hat der Künstler viele Auftritte in der Türkei gehabt, mit türkischen Musikern zusammengearbeitet und in zahllosen Interviews immer seine Begeisterung für Land und Kultur formuliert.
Quelle: Shantel/Essay Recordings & Guilty76 Artistmanagement
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Schlagworte: Frankfurt·shantel·türkei


studierte Fachjournalismus Geschichte kombiniert mit Spanisch und Türkisch an der Justus-Liebig-Universität Gießen. Während des Studiums absolvierte sie diverse Zeitungs-, Agentur- und Radiopraktika. Außerdem war sie als freie Mitarbeiterin für die Oberhessische Zeitung tätig. Seit November 2009 beim Journal Frankfurt.





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