Im Anschluss an längere Ferienzeiten sind viele Zeitungen, Magazine und Zeitschriften etwas dünner als sonst. Nicht, weil es weniger zu berichten gäbe – aber wenn die Anzeigenkunden in Urlaub sind, kann man ihnen auch keine Anzeigen verkaufen, und darunter hat dann auch der Umfang zu leiden. Das betrifft uns als JOURNAL, aber auch beim aktuellen Stern ist das nicht anders. Die Zeitschrift, die heute mit der Post kam, fällt deutlich schlanker aus als die letzte Ausgabe:

Aber muss man das gleich zum Titelthema machen?

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Jonas ist Grafiker und Produktionsleiter.





Leute-Reporter Jens Prewo
Dany Cohn-Bendit
Michi Herl ist der Stadtgucker
Christoph Schröder war vor Gericht
Petra Spahn ist der Hausdrache
Herr P. fährt Bahn
ViolaHollings // 14. 1. 2010, 15:00
Schmalhans ist inzwischen nicht nur Küchenchef. Und so schnallen auch Männer den Gürtel empfindlich enger, bestes Beispiel: die „Men’s-Health-Diät – Weg mit der Wampe“ … nicht ganz konsequent, heißt es auf deren Cover auch „Warum Schweinefleisch doch gesund ist“ … und natürlich: „da brennt der Bizeps“ (aua).
By the kitchenway, was serviert uns die Crew der Martha Martha Gustav aufm neuen Titel? Etwa: “Sind die Frankfurter zu dick?” Und: Wann kommt das neue Journalheft, lieber Herr B. ???
Mahlzeit!
Ach so, wer keinen Bauch hat, aber gern einen möchte, kann einen kaufen – im Faschingsbedarf (gesehen in der Leipziger Straße). Gibts nur für Männer, natürlich.
Gegönnt ;-)
Nils Bremer // 14. 1. 2010, 17:43
Liebe Frau B.,
man könnte sich nun noch die unter allen Strickmuttis beliebte Brigitte vorknöpfen, denn die Brigitte darf nun nicht mehr Model sein, sondern stinknormal, ihr wird aber dennoch eine neue Diät ihres Namens mit auf den Weg gegeben. Das ist nur zu logisch. Denn wenn alle Frauen dank der Brigitte-Diät endlich wie Models aussehen, fällt es auch gar nicht mehr auf, dass die Brigitte jetzt ohne Models erscheint.
Achso, die Bäuche gibt es auch für Frauen. Kann man im Film “Ten Things I Hate About You” sehen, einem der wenigen sehenswerten Schülerklamotten. Ein Fatsuit um jungen Mädchen die Leiden der Schwangerschaft vorzuführen wird dort gezeigt. Was mich daran erinnert, das eine Geburt der wohl sicherste Weg ist, in kurzer Zeit ordentlich Pfunde purzeln zu lassen.
Das neue Jahr beginnt bei uns übrigens weder mit Teenagerschwangerschaften noch mit den dicken Bürgern von Frankfurt. Sondern mit einem, tusch!, fetten Bildungsthema. Und das schon am kommenden Dienstag.
Wir sehen uns also am Kiosk – irgendwo zwischen stern, Brigitte und Men’s Health.
Mit Grüßen aus der Kombüse,
Herr B.
ViolaHollings // 14. 1. 2010, 18:07
Clever gespart, die Brigitte.
Latte Macchiato-Mamas – nicht abwertend gemeint – sind allemal günstiger als Profis.
Ich jedenfalls, lieber Herr B., freu ich mich fett wie Bolle aufs neue Heft.
Sie finden mich im Kiosk zwischen “Gaslicht”, “Fürstenkrone” und den Arztromanen. Aktuell: Hollings – Ein Doktor, der wieder Hoffnung gibt.
Es grüßt die Kaltmamsell.
mephisto // 16. 1. 2010, 18:00
empfehle FHM und die halbnackte frau pooth – nix latte macchiato, nix fett – und schon gar nix bildung. so macht man ein (am kiosk) erfolgreiches magazine… leider.
ViolaHollings // 16. 1. 2010, 18:53
Tja, der Gatte ist blank und Gattin Pooth zieht blank. … sie ist übrigens das beste Beispiel, dass strategische Dummheit sich auszahlt.
ViolaHollings // 17. 1. 2010, 10:45
In der Frankfurter Bahnhofsbuchhandlung fand neulich ein interessantes Experiment statt. Eine Frau stellt sich gezielt an die „gepflegten“ Tittenmagazine, von FHM bis Maxim, blättert, schaut, informiert sich. Die Reaktion der umstehenden Männer war herrlich archaisch; aber liebe Damen, probieren Sie es selbst! Doch: Rechnen Sie mit allem, wenn sie fremdes Terrain betreten. Denn: Auch ein Mann kann – nicht nicht – kommunizieren. Das Experiment wird jetzt in die psychologischen Lehrbücher aufgenommen, unter „I“ wie „itsmyclaimbaby“.
Nur, was ruft das Blättern im Journal Heft hervor? Den Nestbautrieb?
Nils Bremer // 18. 1. 2010, 16:45
Die Tittenmagazine sind ja auch auf dem Rückmarsch, nachdem das Internet die Nachfrage da wohl kostengünstiger und allumfassender zu befriedigen scheint.
Doch die Masche, das stimmt schon, zieht noch immer. Unser Bahnhofsvierteltitel mit der Rückenansicht einer hübschen Stripperin: wie immer ein Renner am Kiosk.
Soweit, so vorhersehbar.
Viel wichtiger erscheint mir die Frage, ob ich auch von Frauen angesprochen werde, wenn ich mir die Rebecca, die Petra oder die Joy anschaue?
ViolaHollings // 18. 1. 2010, 17:19
Besser nicht, lieber Herr B., man könnte Sie sonst für … nun, … äh … für zu emotional halten. Ebenso: Wer in Esoterikschund oder in Wie-werde-ich-zum-glücklichen-Hirsch-Literatur blättert, ein no go.
Hartes Urteil, ich weiß, gespeist durch Vorurteile und Erfahrung.
Männer mit kluger (Tages-)zeitung sind sexy!
Jonas // 18. 1. 2010, 17:22
Und Männer mit JOURNAL sind Sexgötter!
ViolaHollings // 18. 1. 2010, 17:34
Bei Größenwahn hilft die Apothekenumschau!