
Eigentlich ist so ein neuer schicker Campus zum Studieren da. Eigentlich sollte jede Universität für Aufklärung, Toleranz und Interdisziplinarität stehen. Leider aber ist die Realität noch weit von diesem Ideal entfernt.
Denn heute hat sich im Anschluss an eine studentische “Vollversammlung” gezeigt, dass es eine Vielzahl von ignoranten und arroganten KommilitonInnen gibt, die diese Grundregeln des sozialen Miteinanders in einer Bildungsanstalt nicht akzeptieren, ja sogar mit Füßen treten, indem sie meinen, anderen Studierenden ihre Meinung aufdrücken zu müssen.
So hat sich nach der offiziellen Veranstaltung auf dem Campus ein wütender Mob zum “House of Finance” aufgemacht, um nichts geringeres zu tun, als zu stören, zu randalieren und linksextreme Propaganda zu verbreiten. “Den Campus in die Krise stürzen,” hat jemand an eine Wand geschmiert. Ein anderer: “Nieder mit dem Kapital”. Und im benachbarten IG-Farben-Gebäude war das altbekannte “Reclaim your campus” zu lesen. Die Aktion war natürlich gegen den alten Feind, den Kapitalismus gerichtet, den man in der Eingangshalle des HoF besonders hart zu treffen glaubte. Um das destruktive Aufbegehren auch nach außen kenntlich zu machen, benannte man das HoF kurzerhand in “Karl-Marx-Haus” um. Der alte Mann würde sich im Grabe herumdrehen, wenn er mitbekäme, was für ein Schindluder mittlerweile mit seinem Namen getrieben wird. Der Gipfel der Dreistheit: Diese anmaßende Aktion lief unter dem Motto “Für Solidarität und freie Bildung” – mit beidem hatte das Szenario leider wenig zu tun.
Das Ende der Geschichte: Polizei und Feuerwehr rückten an. Die Versammlung löste sich auf, die Revolution fand wieder einmal nicht statt. Der Mob zog weiter Richtung City und machte dort von seinem Recht auf freie Meinungsäußerung Gebrauch. Dagegen ist prinzipiell nichts einzuwenden. Aber die Art und Weise wie manche dieses Recht missbrauchen, ist völlig indiskutabel. Künftig sollte man die Studierenden der Wirtschaftswissenschaften genauso respektieren und in Ruhe lassen wie alle anderen auch. Finanzkrise hin oder her.
Fazit: Die Goethe-Uni Frankfurt ist nach wie vor eine große Baustelle – von außen wie von innen. Und sie wird nicht dadurch schöner, dass man sie durch Aktionen wie die heutige zerstört. Ein trauriger Tag für den Campus Westend und die Uni.











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Schlagworte: Demo·hof·house of finance·Uni






Leute-Reporter Jens Prewo
Dany Cohn-Bendit
Michi Herl ist der Stadtgucker
Christoph Schröder war vor Gericht
Petra Spahn ist der Hausdrache
Herr P. fährt Bahn
Humpty // 26. 11. 2008, 19:02
Aha, daher das Rattern des Hubschraubers während des ganzen Nachmittags.
Bleibt zu hoffen, dass es für die Randalier bald ein Ende hat mit “Soldiarität und freier Bildung” an der Goethe-Uni (sofern sie überhaupt studieren) und ihr Verhalten entsprechende Konsequenzen hat. Ich fürchte aber, sie kommen so davon…
P.S. Am HoF ist auch die Rechtswissenschaft beteiligt.
Hansi // 26. 11. 2008, 19:42
Der ASTA sollte an eine Auflösung und Neubesetzung überlegen. Dieser Linksschwenk des ASTA ist für die Mehrzahl der Studierenden unertragbar. Gerade die heutigen Schmierereien zeigen, dass der ASTA seine Veranstaltungen nicht mehr im Griff hat bzw. solche Gewaltausbrüche eigens provoziert.
Der neue Campus wurde für die Studenten vom Steuerzahler mit einem große Aufwand gebaut und bietet den Studenten ein Campusklima, wie es nur in den Staaten bisweilen zu finden ist. Warum der ASTA (insbesondere der linke Flügel) dies nicht anerkennt bleibt schleierhaft.
Trotzdem bleibt die Forderung nach Auflösung bestehen.
Timmy // 26. 11. 2008, 19:45
Diese Schweine spiegeln keineswegs die Studentenschaft wider, die zum Grossteil die Neuerungen sehr dankbar annimmt. Wer auch immer das war wird hoffentlich hart bestraft.
Tobor // 26. 11. 2008, 22:52
Von mir können die Randalierer das Gegenteil von Solidarität bekommen! Idioten.
Herrhausen // 26. 11. 2008, 22:53
Wir brauchen das Aufbegehren der Ehrlichen!
Wieso lassen wir uns von dieser kleinen Minderheit unterdrücken. Wenn diese kleinen rot-braunen-schwarzen, denen es nicht um Politik, sondern um blinde Abneigung und Gewalt gegenüber der Gesellschaft geht, glauben die Mehrheit zu erpressen, dann sollte wir Ihnen zeigen, wer die Mehrheit ist und was die Mehrheit bewirken kann.
Ich würde mich freuen, wenn wir es schaffen übernachsten Mittwoch eine ANTI-ASTA Veranstaltung auf dem Hof zu machen!
und wenn wieder die Asta wieder eine Veranstaltung plant, sollten wir den Ort einfach mit Sitzstreick blockieren.
WIR SIND DIE STUDENTEN UND NICHT DER ASTA
Nils Bremer // 26. 11. 2008, 23:22
Das ist besonders deswegen so schade, weil die Idee eines gebührenfreien Erststudiums dadurch diskreditiert wird. Da missbraucht eine Minderheit die Proteste gegen die Studiengebühren für Ihre abseitige politische Agenda, wenn es denn überhaupt eine gibt – auf manchen Demos, auch schon im vergangenen Jahr, kam es mir eher so vor, als wären da einfach einige Leute, die vor allem mitmarschieren, um Radau zu machen, Polizisten zu beleidigen und zu provozieren, die Kapuzenpullis tief ins Gesicht gezogen und die Worte “Bullenschweine” leise pfeifend. Herrje, das ist alles so geistlos …
Ivy // 26. 11. 2008, 23:57
Ich bin definitiv kein Fan der neuen Campusanlagen, ebenso wenig wie der Ideen von Stiftungsuni und Studiengebühren. Dennoch finde ich die Aktionen meiner “Mitstreiter” daneben. Was soll damit erreicht werden, Solidaritätsempfinden beim Wähler und Steuerzahler, Aufstand der BWL-Studenten und Juristen? Umdenken erreicht man doch nicht durch Randale und Zerstörung, sondern noch eher mittels Diskurs. Kotzt mir jemand vor die Haustür, empfinde ich es doch auch nicht als innovative Neuerung.
So wie es heute war wird “Links” noch einige Zeit als vermummten, destruktiven Mob verstanden werden, anstatt als mögliche Lösung gesellschaftlicher Missstände. Natürlich gibt es auch genug Gewalt-Touristen, für die eine Demo allein Abwechslung bedeutet und denen Konstruktivität fern liegt, sofern sich jemand als Initiator des Zuges sieht, läge es doch daran, mal vorab darüber zu diskutieren, wie man sich als Gemeinschaft verhält und schwarze Schafe verhindert.
Communist // 26. 11. 2008, 23:59
Oh ha, da scheint es die autoritären Characktere aber ins Mark getroffen zu haben.
Geistlos ist zunächst mal die Entwicklung der Universität: Unterordnung der Wissenschaft unter die kapitalistische Standortpolitik, Verschulung, Ausgrenzung, Überwachung und Abzeunung des neuen Campus, etc. pp. …
Da würde sich nicht nur Marx und Adorno im Grabe umdrehen.
Eine politische Agenda gibt es übrigens, wer darin in Übereinstimmung mit dem Verfassungsschutz aber nur “linksextreme Propaganda” erblicken kann, der will diese offensichtlich einfach nicht sehen.
Allein die Kommentare über mir zeigen, wie richtig es ist da hinzugehen, wo es die “Universität der Zukunft” – und ihre Claqeure vom Journal – stöhrt.
Und zur Frage der beschmierten Wände (Hilfe! Gewalt! Terror!) fällt mir nur noch folgendes Zitat ein:
“Vor die Wahl gestellt zwischen Unordnung und Unrecht entscheiden sich die Deutschen für das Unrecht” (vergl. Na…? Genau, das ist von Goethe, aber das wisst ihr Geistreichen hier ja bestimmt)
Sebastian // 27. 11. 2008, 00:01
Selten so einen hasserfüllten Scheiß gelesen wie da oben. Findet ihr Bildungseinrichtungen mit nach Banken(!) benannten Räumen normal? Als nächstes kommt das dann an Schulen?
“Freie Bildung” bedeutet nicht nur “kostenlos”, sondern auch “unabhängig”. Und Bildung hat der Wissensvermehrung und Persönlichkeitsfindung zu dienen und nicht dem Gewinnstreben einzelner. Bildung muss Staatssache sein.
Hingegen gibt es Zäune um den Campus und Zugangsbeschränkungen zu Gebäuden, Videoüberwachung… Das sind äußerliche Zeichen des Beginns eines nicht mehr gemeinwohlorientierten Bildungsbegriffs.
Ich musste heute leider parallel ein Referat halten, sonst wäre ich dabei gewesen. An der Außendarstellung lässt sich noch arbeiten – aber ich fühle mich von dem Protest repräsentiert und finde ihn sehr gut.
Kleiner Seitenhieb: Ich find’s übrigens sehr angenehm in Bockenheim zu studieren (dem Campus OHNE Nato-Zaun drumrum), seit die “zukünftigen Eliten” auf ihren Elite-Campus abgezogen sind und sich da im Elitetum üben. (“Klima wie in den Staaten” – na toll, das will ich sicher!)
Und ich hoffe, diese Möchtegern-Eliten – nicht unbedingt primär die Studenten – werden auch zukünftig durch Aktionen wie die heute aufgerüttelt.
Luther // 27. 11. 2008, 00:16
Auch wenn ich nich aus Frankfurt bin, find ich die Aktion definitv gut. Kann mich den letzten Kommentaren vor mir nur anschließen.
Ihr armen Wirtschaftswissenschaftler, wenn ihr Klima wie in den Staaten wollt, dann geht doch in die Staaten.
Mimi // 27. 11. 2008, 00:31
War eine wirklich gelungene Aktion, wenn man das hier so liest. Endlich wurden auch mal diejenigen, die sonst keine Meinung haben, alles über sich ergehen lassen und für die studentische Mitbestimmung ein Fremdwort ist, politisiert!
Nur wie kann man behaupten, dass man selbst die Studierendenschaft sei, wenn man sich als Minderheit der Studierenden, im Glauben einer Elite anzugehören, derart ausgrenzt. Wie will man da glaubhaft bei anderen Studierenden Gehör oder Mitsprache finden?
Der Preis für die besten Lernvoraussetzungen scheint leider Ausgrenzung, Duckmäusertum, Autoritätsglaube und totale Kontrolle!
Den Studierenden der Wirtschafts- und Rechtswissenschaften ist allerdings zugute zu halten, dass sie dies alles nicht gewollt und mitbestimmt haben.
Es bleibt zu hoffen, dass sie nun vielleicht endlich den Mut aufbringen sich ihres eigenen Verstandes zu bedienen; dann hätten die Sachbeschädigungen wenigstens einen Sinn.
In diesem Sinne,
Sapere aude!
baum // 27. 11. 2008, 00:38
Ja warum sollen die Wirtschaftswissenschaftler denn weg? Gerade die linken Antifa-Studenten sollten sich überlegen eine neue Heimat zu suchen. Komisch, dass diese sich immer durch Randale und Pöbeleien auf sich aufmerksam machen. Ich frag mich nur, was aus diesen jungen, zum größten Teil intelligenten, Menschen, später wird?
Simon // 27. 11. 2008, 00:46
“Denn heute hat sich im Anschluss an eine studentische “Vollversammlung” gezeigt, dass es eine Vielzahl von ignoranten und arroganten KommilitonInnen gibt, die diese Grundregeln des sozialen Miteinanders in einer Bildungsanstalt nicht akzeptieren, ja sogar mit Füßen treten, indem sie meinen, anderen Studierenden ihre Meinung aufdrücken zu müssen.”
Wenn der Staat nichtmehr zahlen will sucht man sich eben in der Wirtschaft Geldgeber, die einem einen schönen Palast für die Elite-Aushängeschilder bauen – während die Sozialwissenschaften im maroden Turm verbleiben – Umzug geplant frühestens 2011.
Soziales Miteinander my ass!
Ivy // 27. 11. 2008, 00:51
Mimi schreibt:
“Den Studierenden der Wirtschafts- und Rechtswissenschaften ist allerdings zugute zu halten, dass sie dies alles nicht gewollt und mitbestimmt haben.
Es bleibt zu hoffen, dass sie nun vielleicht endlich den Mut aufbringen sich ihres eigenen Verstandes zu bedienen; dann hätten die Sachbeschädigungen wenigstens einen Sinn.”
Kann mir einer der Pro-Randale-Kommentatoren da mal den Zusammenhang erläutern? Kommt dann so ein Wirtschaftswichtel an, “Iiiih, ne Bananenschale an der Tür, vielleicht wähle ich jetzt doch mal nicht die FDP, sondern die Linke und wie steril und faschistoid war es denn eigentlich bevor die Schale auftauchte”? Bin auf Antwort gespannt.
mein freund der baum ist tot // 27. 11. 2008, 00:59
was hat das denn jetzt mit Heimat zu tun? das ist ja wohl der größte Schwachsinn. Wenn man die politische Dimension eines Konfliktes nicht begreifen will, hilft man sich halt damit, dass man die Leute auffordert wegzugehen, auszuwandern. ganz große leistung!
das selbe gilt auch für die linken spinnerInnen die wirtschaftswissenschaftlerInnen auffordern gefälligst in die USA zu gehen. es geht nicht um “Amerikanisierung” – sondern um ökonomisierung von Bildung. Bildungseinrichtungen werden zu Wirtschaftsunternehmen umgebaut. usw.
jurist // 27. 11. 2008, 01:01
Neid?
Mimi // 27. 11. 2008, 01:30
@Ivy:
Normalerweise kommt da, wo jetzt die Bananenschale hängt, kein “Anderer” hin! Ergo, beschäftigt sich dort auch keiner damit, was die ihnen eindimensional vermittelte Wirtschaftsideologie für den Rest der Gesellschaft bedeutet. Alle Umstände des Studiums dort sind, wie auch Studiengebühren, darauf ausgerichtet einen kleinen Teil Selektierter vom Rest zu trennen, zu überwachen und zu möglichst kritiklosen Wirtschaftswissenschaftlern zu trainieren.
Kritik scheitert schon an der Person des Pförtners, falls du deinen RFID-Chip in der Goethe-Karte Zuhause vergessen hast.
Die Bananenschale zeigt ihnen vielleicht, dass sie nicht gottgleich über den Dingen stehen, Widerspruch möglich ist! Die ihnen vermittelte Ideologie von einer totalen privatisierten Welt in der Kritik steht. Kein anderer Fachbereich verschliesst sich derart von anderen Studierenden bzw. der Gesellschaft!
Aber auch hier wieder etwas Hoffnungsvolles: keiner hat die sofortige Instandsetzung der Überwachungskameras gefordert ;-)
In diesem Sinne,
Sapere aude!
hmmm // 27. 11. 2008, 01:50
Interessant das diese Aktion jetzt der Asta gewesen sein soll. Ich war auch vor Ort und habe mich eher geärgert weil viele aus dem Asta zwar vor dem Haus of Finance standen aber nicht mit hereingekommen sind. Der Asta hat die VV gemacht aber auch nicht mehr. Zitat am Ende der VV: “Was ihr jetzt macht ist eure Sache” und das haben wir gemacht. Das die Aktion nicht gut genug vermittelt wurde und warum sie sinnvoll war mag vielleicht stimmen. Trotzdem halte ich es immer wieder für richtig solche Symbolhaften Orte wie das HoF oder den IG-Farben Bau mit Symbolischen Aktionen anzugreifen.
Ivy // 27. 11. 2008, 02:03
“Sapere aude” als Gruß ist fragwürdig, wenn man darauf bedacht ist, fremden Verstand in die richtige Richtung zu leiten. Es geht doch nicht darum, dass irgendjemand frei denken soll, es geht darum, dass nach eurer Meinung gedacht werden soll.
Genauso wie wir eine freie Uni wollen, haben auch die Jungs in den grauen Mänteln ihre Prioritäten und Vorstellungen. Sie laufen nicht blind durch den Alltag – auch wenn man es sich bereitwillig vorstellt – sondern sie haben Rechtfertigungen und Ziele.
Knallt man da rein ist man vielleicht ein Störfaktor, aber einer, mit dem sie sich nicht identifizieren können. Man verbreitet Müll in einer sterilen Welt und verhält sich eher abstoßend, denn anregend.
Würde jemand etwas stören, was “uns” Linken naheliegt, würden wir ihn doch auch als Gegner betrachten und bekämpfen, anstatt seine Vorschläge als Anregung zu betrachten, so lange er das verkörpert, was uns widerstrebt.
Ich unterstütze jedenfalls dieses destruktive Verhalten nicht, weiß aber leider auch keine Alternative die realistisch wäre um dauerhaft aufzurütteln.
Nils Bremer // 27. 11. 2008, 08:29
ein wort zum pflasterstrand: wir pflegen hier, in tradition an unser vorgängerblatt, die freie meinungsäußerung und den diskurs. wer da erwartet, dass wir ihm nach dem mund reden, hat sich getäuscht.
bleiben wir mal bei den fakten: die gebäude des campus westend wurden und werden vom staat bezahlt, insgesamt gibt die allgemeinheit dafür 600 millionen euro aus. den nato-stacheldraht haben die amerikaner mitgenommen, als sie das gelände vor zehn jahren verlassen haben. es gibt auch keine zugangskontrollen, eine goethecard braucht jedenfalls niemand, der den campus betreten will. an die vergangenheit des geländes, insbesondere der i.g.-farben, wurde zunächst mit einer gedenkplatte, dann zusätzlich mit einer ausstellung im inneren des verwaltungsgebäudes, nun seit einigen wochen mit dem wollheim memorial gedacht, dass das schicksal der menschen im kz buna-monowitz auf beklemmende weise deutlich macht. und architektur ist wie alles geschmachssache.
Richter // 27. 11. 2008, 10:19
Nils Bremer, mein lieber 9xklug. Bleiben wir mal bei den Fakten. Das House of Finance wird größten Teils nicht staatlich, sondern aus privatwirtschaftlichen Quellen finanziert. Und auch staatliche Finanzierung heißt noch lange nicht ‘Finanzierung im Sinne des Allgemeinwohls’.
Zugangskontrollen gibt es noch nicht, sind aber auf lange Zeit geplant (das wurde vor zwei Jahren auch in einer Info-Veranstaltung zur Goethe-Card von Uni-Seite eingeräumt). Architektur hat nicht nur einfach was mit “Geschmackssache” zu tun, sondern spiegelt auch immer bestehende politische Weltanschauungen und vor allem Machtverhältnisse wider.
Die Ausstellung sollten sich mal einige der obigen KommentatorInnen anschauen – und dazu Adornos Studie vom autoritären Charakter lesen. Vielleicht geht ihnen dann ein Lichtlein auf. Denn das Ergebnis des “offenen Diskurses” unter obigem Beitrag (wie auch der Beitrag selbst) macht mir Angst. Ganz im Sinne von
“Wieso lassen wir uns von dieser kleinen Minderheit unterdrücken. Wenn diese kleinen rot-braunen-schwarzen, denen es nicht um Politik, sondern um blinde Abneigung und Gewalt gegenüber der Gesellschaft geht, glauben die Mehrheit zu erpressen, dann sollte wir Ihnen zeigen, wer die Mehrheit ist und was die Mehrheit bewirken kann.”
FUCK!!!
Tina // 27. 11. 2008, 11:07
Freie Meinungsäußerung ist ein wichtiges Grundrecht! Jeder soll sagen dürfen was er will, aber die Betonung liegt hier auf SAGEN!
Sachbeschädigung ist eine Straftat. Das House of Finance und wofür es steht passt einigen hier nicht. Das ist ein Standpunkt. Aber hinzugehn und es zu verwüsten kann ja wohl unter gar keinen Umständen richtig sein!
Diejenigen die tatsächlich der Meinung sind, dass es richtig ist anderen Leuten etwas kaputt zu machen um einen Standpunkt zu demonstrieren sollten sich mal fragen was in ihrer Erziehung schief gelaufen ist.
Ansonsten beschweren die Demonstranten sich ja über eine unfaire verteilung von Geldern.
Die Uni wird jetzt Handwerker beauftragen, um die angerichteten Schäden zu reparieren.
Also ich bin der Meinung, dass dieses Geld, das dafür ausgegeben werden muss, nun wirklich sinnvoller eingesetzt werden könnte.
Nils Bremer // 27. 11. 2008, 11:10
Lieber Richter,
zur finanzierung des HoF: 30 Millionen Euro kamen vom Staat, 1 Million von der Interessengemeinschaft Frankfurter Kreditinstitute. Eher ist zu fragen, warum diese ihre Namen dann an den Türen verewigt sehen.
Das I.G.-Farbengebäude wurde von 1928 bis 1931 errichtet. Dass die anderen Gebäude auf dem Campus sich in ihrer Architektur daran anlehnen, ist ein großer Glücksfall für die Stadt. Zumindest ist das meine Meinung.
Dass Du die Diskussion hier mit Adornos autoritären Charakter vergleichst, bedarf keiner weiteren Kommentierung, es ist einfach nur geschmacklos. So wie auch Dein Schlusswort.
gerechtigkeit // 27. 11. 2008, 11:22
Warum baut niemand ein neues Gebäude für die Sozialwissenschaft,
wieso bekommen nur die Menschen Kohle in den Arsch geblasen die sie eh schon haben?
Das sich eine Linke bildet und immer grösseren zuwachs erfährt ist ja wohl klar.
Ausserdem wo waren den die Studenten während der Antistudiengebürendemos die 8000 Studis in glanz Zeiten, peinlich im vergleich zu Frankreich.
Wir Deutschen sind einfach zu verwöhnt und dazu auch noch Hosenscheisser.
Es ist egal um was es eigentlich geht, alle finden es scheisse, jedoch niemand macht etwas dagegen, ausser eine Minderheit die sich dadurch gehoer verschafft etwas zu besetzen.
was ist den kaputt? wegen drei Schmierereien.
Es ist eine Schande was aus diesem Land geworden ist und gut das es wenigstens eine Minderheit gibt die sich einem George, Gina &Lucy Wahn wiedersetzt.
Deshalb sage ich Danke!!!
Zeigt euer Missgefallen an dieser nur noch nach eigenem Kapital strebender Gesellschaft.
SantaCruz_Frankfurt // 27. 11. 2008, 11:39
Timmy // 27. 11. 2008, 11:58
Nochmal:
es gab tagsüber keine Zulassungsbeschränkung für das Hof:
die Hörsäle der ersten beiden Stockwerke und die Bibliothek (Information Center) konnten von jedem betreten und (wenn frei) verwendet werden.
Ich schreibe in der Vergangenheitsform, da das in Zukunft wohl strikter gehandhabt wird.
antifa! // 27. 11. 2008, 12:49
das vorgehen gestenr war viel zu lasch. hätte von meinen mietstreitern mehr erwartet. ne ordentliche hausbesezung geht anderst!
anti-asta // 27. 11. 2008, 13:01
so liebe leute
ich habe einen vorschlag.
die gesamten fb die momentan im turm sind sollen da bleiben.
dann sind alle glücklich.
außerdem:
es wird endlich zeit, dass die wirtschaft geld an die universitäten zahlt, sie sind ja schließlich diejenigen die davon am allermeisten profitieren. ich finde das mehr als sozial. das gehört sich so. warum soll dass allein der steuerzahler zahlen.
jeder kann in das hof, die profs. werden nicht von den banken bezahlt, und der campus westend bietet endlich eine lernatmosphäre.
ihr ganzen möchtegern 68′er verlangt von uns gesprächsbereitschaft aber zeigt diese selbst nicht.
ich hoffe die nächsten wahlen an der uni, werden dem asta gehörig die leviten lesen.
“Die Aktion war kontraproduktiv” bei Pflasterstrand // 27. 11. 2008, 13:14
[...] Finance mit anschließender Spontandemo. Die Randale steht nun im Vordergrund. Ob in den Zeitungen oder unserem Blog. Allein die Flut an Kommentaren zeigt wie sich die Meinungen über derartige Zerstörungstouren [...]
Sebi // 27. 11. 2008, 13:43
es ist einfach nur erbärmlich, dass sich einige hier aufregen, dass wir wiwis (u nicht nur die) jetzt einen campus haben, der deutschlandweit seines gleichen sucht.
dass er euch krawallschachteln nicht gefällt ist vollkommen ok, ihr studiert ja auch nicht dort, und habt euren schönen turm!
dass is ja alles geschmackssache, und genau wie ich mir nicht vorstellen kann mit verfilzten rastas u baggypants durch die gegend zu rennen, könnt ihr euch nicht vorstellen im westend zu studieren.
aber bekritzel ich deswegen eure baggys oder schneid euch die rastas ab?!?
blinde sachzerstörung, platte parolen und wenig inhalt…
man hätte gestern allepolizeilich festhalten müssen, die täter der sachbeschädigung ausfindig machen müssen u diese dafür finanziell zur rechenschaft ziehen müssen.
exmatrikulation wäre auch ne lösung!!!
nichtnils // 27. 11. 2008, 14:09
der unileitung nach dem mund reden und sich dabei auch noch kritisch und unabhängig vorzukommen ist eine leistung, die auch wirklich nur sozialdemokraten wie nils zustande bringen.
anti-asta // 27. 11. 2008, 14:15
wir können ja die ddr aufleben lassen. dann wäre kapitalismus endlich weg. ach ne da war doch was. ja klar 40 jahr diktatur, unterdrückung etc.
macht doch endlich die augen auf, reicht euch, nordkorea, udds, ddr, china, kuba nicht?
zu china: ihr seit auch bestimmt für ein freies tibet wie ich, wählt aber links.
zu kuba und unserem che guevara: ihr seit gegen kz und terorregime wie ich und findet che g. toll.
und uns werft ihr widerspruch vor. lächerlich.
ganz stark leute.
Stephan // 27. 11. 2008, 14:48
Wir haben eine Online Petition gestartet, bei der sich jeder der sich von Gewalt, Zerstörung und Diebstahl im Rahmen studentischer Proteste distanzieren will dies tun kann. Bitte weitersagen:
http://www.ipetitions.com/petition/StudentenGegenGewalt/
Jemand // 27. 11. 2008, 15:05
@Nils Bremer:
Dass das mit dem Norbert-Wollheim-Memorial ein Ergebnis einer jahrelangen Auseinandersetzung war, bei dem die Uni-Leitung am liebsten das Thema “Vergangenheit des Gebäudes” ausgeblendet hätte, was sie immer noch gerne tut, indem sie vorzugsweise von “Poelzig-Ensemble” zu sprechen versúcht (dabei hat selbst die US Army von “IG Farben-Building” gesprochen…), ist aber schon bekannt, oder? ;->
Und, sorry, es *ist* schräg, wenn dort, wo früher erst die städtische Irrenanstalt war (es gibt übrigens auch eine Alois Alzheimer-Gedenktafel auf dem Gelände), dann die Konzernzentrale der Firma, die Auschwitz mit Zyklon B beliefert UND in Auschwitz ein eigenes Zwangsarbeiter-KZ (Monowitz) betrieben hat, dann das Hauptquartier des V. Corps der US Army saß, ausgerechnet auf dem Gelände dann zum Beispiel Philosophie, Geschichte (beides im IG Farben-Haus) oder Rechtswissenschaften oder Wirtschaftswissenschaften (in Gebäuden, die bewusst von den Planern an die Architektur des IG Farben-Hauses “wegen des Ensemble-Gedankens” optisch angepasst wurden) geforscht, gelehrt und gelernt werden. Vielleicht nicht hinter “NATO-Stacheldraht”, aber hinter einer Kombination aus Holzzaun, Metallzaun mit Stacheldraht (zugegebenermaßen nicht gerolltem…) und hoher Hecke, also einer modernen Variante von einer “Grünen Burg”, wobei das Grün allerdings nur aus optischen Gründen und durch die Heckenfarbe gerechtfertigt ist… Eine “Grüne Burg” am Grüneburgpark, die sich gegen den Rest der Welt abzuschotten versucht.
Wenn auch im Moment noch unvollständig, was auch zu einem Gutteil an den noch laufenden Bauarbeiten liegen könnte.
Und ja, es GIBT noch Bauarbeiten auf diesem Campus. Z.B. werden da noch die Gebäude der Uni-Verwaltung gebaut werden (müssen), sowie die Nachfolgegebäude für die “Turmwissenschaften”, Gebäude für die Sprach- und Kulturwissenschaften und last, but not least, für die Universitätsbibliothek.
Dass das ganze als ein Ensemble gebaut werden soll, jagt mir mit Blick auf den Bauherrn des Ursprungsgebäude und dessen Un-Geist, pardon, echte Angst ein. Ich hätte auch mit Blick darauf, dass unterschiedliche Fachbereiche, unterschiedliche Wissenschaften, eben auch unterschiedliche “Kulturen” widerspiegeln, eine klare Differenzierung statt eines “one size fits all” gewünscht. Gerade bei ausgerechnet diesem “size”…
Aber vermutlich liegt das an meinem Alter und meinen Studienfächern, dass ich da ein notorischer Bedenkenträger bin, der ein “back to the late 1920s” irgendwie partout nicht wünschenswert finden kann.
Max und Moritz // 27. 11. 2008, 15:44
Meine Lieben Leute….
schade, dass ihr nicht zur Elite gehört.
Die Freiheit der Bildung drückt sich doch schließlich schon heute darin aus, dass ihr freiwillig darauf verzichtet dazu zu gehören
Christian // 27. 11. 2008, 17:09
Liebe Freunde,
leider habe ich das Spektakel am gestrigen Abend verpasst… Auch wenn meine persönliche Meinung mit denen des Großteils der Protestler in vielen Punkten wohl nicht übereinstimmen würde, gibt es ja an einer Vollversammlung und etwas sinnfreiem protestieren nichts auszusetzen. Ich bin wirklich ein großer Freund der Meinungsfreiheit! Nichts sollte einen Menschen daran hindern, seine Meinung frei zu äußern!
Auch wenn mir bewußt ist, dass viele eher bildungsferne Personen diesen Eintrag lesen, hier ein kleines Sprichwort in Anlehnung an Kant(vielleicht kennen es ja ein paar von euch schon): Die Freiheit des Einzelnen endet dort, wo die Freiheit des Nächsten beginnt”!
Selbst wenn das einige Protestler schon mal gehört haben sollten, verhalten habt ihr euch gestern nicht so. Für die Unterbelichteten:
Meinungsfreiheit hat nichts damit zu tun, Dinge zu zerstören, die einem selbst nicht gefallen, aber jemand anderem gehören!!
Toleranz bedeutet nicht, Intoleranz zu tolerieren! Deshalb wünsche ich mir, dass in Zukunft ein mittlerweile chronisches Versäumnis der Staatmacht nicht wieder durch Tatenlosigkeit ein Gesicht bekommt… Menschen, die solch ein primitives, unterbelichtetes und kurzsichtiges Handeln als eine Äußerung ihrer Meinung verstehen, müssen mit aller Härte wieder in die Schranken gewiesen werden, die einzig ein zivilisiertes Zusammenleben ermöglichen!!
Wenn Gespräche nicht helfen oder nicht einmal gesucht werden, muss blinder Gewalt und Zerstörung Einhalt mit allen Mitteln geboten werden! Das aggressive Verhalten intoleranter Randgruppen muss man sich nicht gefallen lassen!!
Viele Grüße
Christian
schnellinger // 27. 11. 2008, 17:09
mein gott ist der plasterstrand heruntergekommen das er mittlerweile jedem dummdeutschen spießerstudenten ein forum bietet sich über aktionen aufzuregen die allesamt aus der tradition stammen aus der auch der plasterstrand kommt.
bwl-pussys…….
Tim und Struppi // 27. 11. 2008, 17:13
Elite? Lächerlich.
Lasst euch doch Zertifikate anfertigen und hängt sie euch an die Brust: Ich kann nichts, ich bin nichts, ich möchte nur dazugehören.
Opfer!
@anti-asta, 14,15Uhr // 27. 11. 2008, 17:22
hast du eigentlich auch wirkliche Argumente oder kommt außer “wollt ihr eine zweite udssr?” nichts konstruktives mehr?
nicht, dass es mich wundern würde, ich frage ja nur!
Bausparer // 27. 11. 2008, 17:48
Yes, mein Leben wird nach dem Studium besser sein, als das von Euch Linken. Da könnt ihr demonstrieren wie ihr wollt, hoffe nur, dass Team Green euch richtig auf den Sack gibt. Denn das habt ihr euch verdient!
heijeijei // 27. 11. 2008, 18:29
Juchuh, BWLer/Juristen gegen den Rest und umgekehrt. Ich glaube es würde uns allen ganz gut sich etwas zu strecken um wenigstens zu versuchen über den Tellerrand zu schauen. Grabenkämpfe und P*nisvergleiche à la ich denke schlauer und unabhängiger oder ich werde ein besseres Leben haben bringen bestimmt keinem etwas.
Das ein House of Finance sich in der Forschung über Banken wohl etwas auf die Branche “zubewegen” muss, liegt meines Erachtens in der Natur der Sache. Wer sich die Mühe macht und wissenschaftliche Arbeiten dieser Richtung liest, merkt, dass Professoren am House of Finance den Banken nicht als Sprachrohr dienen.
Wer hingegen z.B. im Bereich Philosophie oder Politik studiert und forscht, braucht natürlich weniger einzelne Wirtschaftsbranchen als Ansprechpartner. Es geht eben um viel grundsätzlichere Fragestellungen.
Klare Linien zwischen Forschung und Praxis sollten natürlich zu erkennen sein. Da fängt aber wieder die richtig schwierige Arbeit an, also Extrempositionen zu verlassen und über Kompromisse zu Lösungen zu kommen. Genauso verhielt es sich im Übrigen mit den Studiengebühren: Schwarz-weiß-denken. Sich über sozialverträgliche Formen von Studiengebühren Gedanken zu machen ist nämlich das Schwierigste, nicht ja-nein!
Grüße!
Student // 27. 11. 2008, 18:39
(Sachliche) Kritik und Protest sind wichtig. Ideologische Verbortheit ist schade. Sachbeschädigung und Drohungen dagegen verletzen jedes Anstandsgefühl, sind kontraproduktiv und lassen sich nicht rechtfertigen.
Steve // 27. 11. 2008, 19:13
Zum Glück ist es noch eine Weile hin, bis die Gesellschafts-/Erziehungswissenschaften an den neuen Standort wechseln. Bis dahin ist das unser Campus (Wiwi/Jura), und das House of Finance gehört sowieso zu uns.
Also mischt Euch nicht in unsere Angelegenheiten und verpisst Euch.
Jurist // 27. 11. 2008, 19:27
Es ist erschreckend, wie eine Gruppe geistig minderbemittelter den Vandalismus auch noch feiert, den sie da angerichtet hat. Da bekommt man eine Ausstattung, für die man in den Top-Universitäten im ausland Studiengebühren von 50.000 pro Jahr zahlen darf völlig umsonst und dann schmiert man seine frustrierten Botschaften, die niemals jemanden interessieren werden der soziale Kompetenz aufweist, an die Wände und zerstört neue Einrichtung. Was diese hirnlose Sachbeschädigung bewirken sollte bleibt mir unbegreiflich. Es gibt de facto keine Studiengebühren. Aber dagegen demonstrieren kann man ja mal. Hauptsache was kaputt machen, wenn man sonst keine Perspektiven im Leben hat.
Schade, dass diese Vandalen nicht in der Lage sind, ihre Meinung in demokratischer und sachlicher Weise vorzutragen. Wem die Argumente fehlen, der greift zur Gewalt. Ein trauriges Bild bleibt da über, von einer lautstarken Botschaft ohne Inhalt.
Hansi // 27. 11. 2008, 20:15
Neben der Beschädigung sind wohl auch Mitarbeiter angegriffen worden. Das macht die Sache noch sehr viel schlimmer!
Bei einer gewaltsamen Besetzung eines Gebäudeteils der Frankfurter Goethe-Universität sind nach Darstellung der Hochschule Universitätsbedienstete angegriffen worden. Außerdem sei bei den gewalttätigen Aktionen am Mittwoch Schaden in Höhe von mehreren zehntausend Euro entstanden.
http://www.hna.de/hptopnews/00_20081127123300_Universitaet_Frankfurt_Studentenproteste_ufert.html
Mimi // 27. 11. 2008, 20:24
Mensch Niels, probier es doch mal mit Recherche!
Aus dem Jahresbericht 2006/2007 der Johann-Wolfgang-Goethe Universität Frankfurt am Main:
“Die Erlöse aus Stiftungen, Unternehmen und Spenden werden der Universität direkt zugute kommen; mit ihnen sollen Arbeits-, Studien- und Forschungsbedingungen verbessert oder neue Bereiche erschlossen werden. Stiftungsmittel werden fließen in:
• Hörsäle und Gebäude
• Stipendien und Preise
• Institute
• Stiftungsprofessuren
• Vorlesungen, Tagungen”
[...]
Gesamtkosten (Bau und Geräte) für FB01 und FB02:
- House of Finance € 29,4 Mio.
- Institutsgebäude Rechts- und Wirtschaftswissenschaften € 74 Mio.
[...]
Drittmitteleinwerbung 2006: € 99.9 Mio.
Drittmitteleinwerbung 2007: € 98.6 Mio.”
Von den insgesamt 41 Stiftungs(gast-)professuren entfallen 19 – also 47,5 Prozent – auf den Fachbereich der Rechts- und Wirtschaftswissenschaften!
http://www.uni-frankfurt.de/forschung/profil/stiftgast/index.html
Soviel zur Arroganz der Juris und Wiwis.
Den Zorn der anderen Studierenden, insbesondere derer die im maroden AfE-Turm studieren müssen, verstehe ich voll und ganz!
Hansi // 27. 11. 2008, 20:31
Oh je, Mimi, da spricht der Neid der Besitzlosen. Warum sind die denn in den Bereichen? Weil die Wiwis und Juristen eng mit der Wirtschaft kooperieren und den FB dementsprechend ausgebaut haben. Der FB02 hat eine Menge Türklinken geputzt um dort zu sein, wo die anderen hin möchten.
Wenn ihr das auch haben wollt, dann müsst ihr eure Dekanate besprühen und besetzen. Aber uns lasst bitte in Ruhe. Kindergarten ist bei uns nicht angesagt.
ANständiger // 27. 11. 2008, 20:39
Die linken Chaoten exmatrikulieren und ins Gefängnis stecken!
Mimi // 27. 11. 2008, 20:42
Versteh’ doch Hansi: Niemand will eure Studienbedingungen!
Die Abhängigkeit von der Wirtschaft, die Überwachung, die Ausgrenzung und die Kritiklosigkeit der Rechts- und insbesondere der Wirtschaftswissenschaften ist doch gerade das Problem!
Ging nur darum die Finazierung korrekt anzubilden.
Humpty // 27. 11. 2008, 21:26
@Mimi
Das Problem ist doch nicht die Überfinanzierung der Fachbereiche 1 und 2, sondern die Unterversorgung der Geisteswissenschaften. Da macht es doch keinen Sinn, auf (angebliche) wirtschaftliche Abhängigkeiten abzustellen, nur weil es “uns” (jetzt – endlich!) besser geht (an der mäßigen Bücherausstattung hat sich übrigens nicht viel geändert).
Die finanzielle Unterstützung durch die Wirtschaft ändert an den Studieninhalten (ich kann nur für die Rechtswissenschaften reden) allenfalls im Bereich von Wahlfächern etwas, weil durch die Kopplung an Banken z.B. kapitalmarktrechtliche Fragen mehr behandelt werden als früher (früher gab es dazu praktisch nichts). Dass ein Prof., der Schuldrecht lehrt durch die Deutsche Bank gefördert wird, ändert am Inhalt es BGB nichts. Es gibt an unserem FB außerdem noch immer genügend “Querdenker” (Verfassungsrecht, Kriminologie, Rechtstheorie), die wirtschaftlich “unverwertbar” sind.
Es tut mir ja auch leid, dass es in Deutschland keine finanzkräftige Filmindustrie gibt, die die Filmwissenschaften fördert. Oder das es Studiengänge gibt, die sich so direkt eben an keinen Wirtschaftszweig koppeln können (Erziehungswissenschaften). Aber muss deswegen Zeter und Mordio schreien, weil es Studiengänge gibt, die da mehr Glück haben? Haltet ihr denn alle Hochschulehrer, Assistenten und Studenten für so dumm, dass die nicht merken würden, wenn man sie vor irgendeinen Karren spannt, dessen Richtung sie nicht mehr bestimmen können. Nein, so naiv sind nicht einmal Juristen und BWLer….