Nach der gestrigen Vollversammlung auf dem IG-Farben Campus der Uni Frankfurt kam es zur Besetzung des House of Finance mit anschließender Spontandemo. Die Randale steht nun im Vordergrund. Ob in den Zeitungen oder unserem Blog. Allein die Flut an Kommentaren zeigt wie sich die Meinungen über derartige Zerstörungstouren scheiden. Doch um was ging es gestern eigentlich? Wir wollen den Allgemeinen Studierendenausschuss Frankfurt (Asta) selbst zu Wort kommen lassen, um zu den Anschuldigungen Stellung zu nehmen. Der Asta-Vorsitzende Jonas Erkel im Interview:
Journal Frankfurt: Nach der gestrigen Vollversammlung geriet Einiges aus dem Ruder. Wie kann der Asta derartigen Vandalismus vertreten?
Jonas Erkel: Ich möchte hier erst mal klar stellen, dass das anschließende Geschehen an die Vollversammlung keine Aktion des Asta war. Wir haben die Vollversammlung organisiert, möchten uns aber in jeglicher Hinsicht von den Randalierern distanzieren. Momentan wird leider nur dies in der Presse thematisiert. Das ist inhaltsleer und bringt uns nicht weiter. Es bringt uns eher Schaden.
Froh seid ihr aber auch nicht über die Entwicklungen am neuen Campus …
Wir haben ein Problem mit dem House of Finance, aber vor allem weil viele Studenten nicht rein dürfen. Wir möchten ja die Anliegen aller Studierenden vertreten. Wir sind auch nicht mit den Überwachungsmaßnahmen auf dem neuen Campus einverstanden. Videokameras überall, Securities und Umzäunungen. Wir stehen auch für eine politische Richtung in der Freiheit groß geschrieben steht. Auch die der Bildung. Das House of Finance wird leider zu einer Plattform für Privatunternehmen.
Was war das Ziel der Vollversammlung?
In erster Linie sollte sie die Studenten aufklären. Der Landtag wurde aufgelöst, am 18. Januar sind Neuwahlen und Koch wird voraussichtlich wieder an die Macht kommen. Da ist die Wiedereinführung der Studiengebühren nicht weit. Vor allem Erstsemestler, aber auch alle anderen sollten sich zusammen finden, um über die aktuellen Geschehnisse informiert zu werden. Die Aktion, die dann im House of Finance ablief, war eher kontraproduktiv. So etwas bringt nur negative Reaktionen.
Wieso habt ihr nichts dagegen gemacht?
Das ist sehr schwer. Es waren mindestens 500 Leute da und wir hatten die Situation dann nicht mehr unter Kontrolle. Wir haben zwar die Vollversammlung organisiert und dazu aufgerufen, aber es ist auch nicht direkt unsere Aufgabe zu kontrollieren, was danach passiert. Es waren ja nicht nur Studenten der Uni da, sondern auch ein Demonstrationszug der Fachhochschule und Nichtstudenten. Es war dann einfach zu unübersichtlich.
Dennoch scheint es, dass ein Großteil der Verantwortung bei euch liegt.
Da sind wir gerade dabei zu recherchieren, ob es unsere Schuld ist, oder besser gesagt unser Verschulden, was danach passiert ist. Unsere Verantwortung sehen wir in erster Linie darin, die Studentenschaft aufzuklären und uns für eine gerechte, soziale, demokratische und emanzipatorische Reformpolitik einzusetzen.
Wie soll der Protest dann in Zukunft aussehen?
Wir sind dabei uns zu überlegen, was man anders machen kann, was man besser machen kann. Von Gewalttätigkeit wollen wir uns auf jeden Fall distanzieren. So überzeugt man wirklich niemanden. Ja, man erregt zwar Aufmerksamkeit, aber nur negative. Diejenigen, die auf der kontraproduktiven Seite stehen, die sind dann sowieso begeistert. Aber wenn man andere politisieren möchte, diejenigen, die vielleicht nicht auf der gleichen Seite stehen wie man selbst, dann erreicht man durch solche Aktionen nur noch mehr Distanz, Abneigung und Missverständnis. Egal, wer dann an der Zerstörung beteiligt war, es ist ja schließlich immer nur ein kleiner Teil und nicht alle der an der Versammlung oder Demonstration beteiligten. Am Ende heißt es dann wieder: Typisch Asta. Das wollen wir nicht.
Stimmen in den Kommentaren zu unserem Blog fordern nach dem gestrigen Tag die Auflösung des Asta.
Das finde ich leider sehr schade. Es ist auch sehr unangenehm, das lesen zu müssen. Man sollte sich genauer informieren, bevor man vorschnell urteilt. Wir organisieren weitaus mehr als Vollversammlungen. Der Asta ist in unzähligen Bereichen tätig, stellt kulturelle Veranstaltungen auf die Beine, auch Partys oder ist in verschiedenen Formen der Sozialberatung tätig. Es ist wirklich schade, dass unsere Arbeit dann lediglich auf Randale als Folge einer Vollversammlung reduziert wird.
Foto: Asta Frankfurt
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Schlagworte: asta·Campus Westend·Demo·protest·Uni






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SirToby // 27. 11. 2008, 13:45
Jep. Die Aktion war sehr kontraproduktiv und die oft geforderte Solidarität kann man danach nicht wirklich erwarten.
Wenn man dann sowas liest
[Indymedia.org, Pressemitteilung des Protestplenums]
“AStA-Vorsitzende Nadia Sergan zur Besetzung:„Eine super Aktion und ein längst überfälliges Zeichen gegen all das, was das House of Finance repräsentiert…“”
wundert mich das nicht mehr, dass die Randale dann auch der AStA angelastet werden.
Schlimm finde ich bei den entsprechenden Kommentaren [z.B. http://www.raute-wirtschaft.de/forum/viewtopic.php?t=8106 die Forderung, die Wahlen zu boykottieren oder die demokratischen Elemente der Uni noch weiter zu beschneiden... also genau das Gegenteil des eigentlichen Ziels. Schade.
Und bei Aussagen, wie "... weil viele Studenten [ins HoF] nicht rein dürfen…” frage ich mich schon, ob man sich das HoF vorher schonmal angeschaut hat?! Bisher war das Betreten kein Problem (könnte es aber durchaus werden).
Jemand // 27. 11. 2008, 14:36
Hallo Sir Toby, mein persönlicher Lieblings-Liberaler und alter Castle-Inn-Kumpan mit dem Kfz-Kennzeichen aus dem “Land Der Könige” ;-),
zunächst mal heißt es “dass die Randale dann auch dem AStA angelastet wird” und nicht “dass die Randale dann auch der AStA angelastet wird”, das solltest du als ehemaliger AStA-Referent eigentlich noch wissen.
Ungeachtet dessen, dass was im HoF und offenbar auch im alten Juridicum von gewissen Kreisen angerichtet worden ist (auf dem FR-Video sind ein paar der “üblichen Verdächtigen” ganz gut zu erkennen, also mach dir mal den Spaß des “DieLinke-Ex-StuPa-Mitglieder-Ratens”… – so viel übrigens auch zum Thema “Videoüberwachung”, da haben ein paar Idioten schöne neue Gründe genau FÜR diese Dreckskameras geliefert statt dagegen…), so habe ich nicht den Eindruck, dass da tatsächlich zusätzlich Leute vergrätzt wurden, zu wählen. Ich bezweifle, dass die, die sich jetzt aufregen, sich jemals die Mühe gemacht haben, auch nur per Briefwahl StuPa, Fachschaftsrat, Fachbereichsrat oder Senat zu wählen. Und bei gewissen Grammatikfehlern (z.B. aus Unwissen, dass “AStA” ausgeschrieben “Allgemeiner Studierendenausschuss” heißt und damit grammatikalisch männlichen Geschlechts ist) würde ich fast vermuten, dass das sogar Leute sein könnten, die nie an StuPa-Wahlen in FFM wahlberechtigt waren…
Es könnte eure LHG/RCDS-Klientel vielleicht ein wenig treffen, denn die ist generell nicht gerade gut auf alles zu sprechen, was irgendwie über das Ausstellen internationaler Studi-Ausweise an AStA-Arbeit hinausgeht… Auch das ist dir sicher nicht neu, und ich halte dich für schlau genug, eben deswegen diesen Beitrag geschrieben zu haben, um sie an der Urne zu haben…
Was die ohsofurchtbaren AStA-Gruppen angeht, GRÜNE und JuSos (sowie deren Appendix “attac”), so sind die doch, pardon, politisch absolut harmlos. Auch wenn ihr da gerne den Teufel an die Wand malt, weil, naja, das ist für euren Wahlkampf (denn im Januar wird ja nicht nur der Landtag gewählt) immerhin als erfolgreiche Simulation von inhaltlichem und politisch-administrativem Engagement nutzbar… ;-)
Über den Kommentar auf der von dir angeführten Seite muss ich ehrlich gesagt grinsen. “Da steht eine Frau mit aggressiver hochgehaltener Faust neben Thesen, wie schlecht doch wieder alles sei.” Diese Dame stammt leicht verfremdet ursprünglich von einem Plakat der Firma Westinghouse aus dem Jahr 1942, zur Unterstützung des Produktionsprozesses der US-Wirtschaft während des zweiten Weltkriegs. Siehe “http://en.wikipedia.org/wiki/Rosie_the_riveter”.
Das weiß ich deswegen, weil ich diesen Slogan “We can do it (again)” und dieses Bild dem für das Layout dieses Plakats/Flyers zuständigen Referenten bewusst vorgeschlagen hatte, mit der Modifikation einer anderen Kopfbedeckung (rot-weißes Kopftuch, das ging es SOWAS von gar nicht…) und eines Wechsels der Shirt-Farbe auf “Protest-Gelb”, weil das “ärmelaufkrempeln, zupacken”-Motiv gerade mit Blick auf öffentlich geäußerte Pläne DEINER Partei, der FDP, nach der Wahl in der Koalition mit der CDU wieder Studiengebühren einzuführen, irgendwie für ein “wir können auch ein zweites Mal Gebühren verhindern” irgendwie optisch ausgesprochen passend gefunden habe.
Was allerdings die Bleiwüste da drumherum angeht – da plädiere ich auf “unschuldig in jederlei Hinsicht”… :-/
Anyway. Wie gerade du dich erinnern könntest: Je kleiner die Demo, desto höher die Gewaltwahrscheinlichkeit.
Gestern waren trotz tausenden von Flyern verdammt wenige Leute auf dieser “Vollversammlung”, die auf dem neuen Campus-Platz am falschestmöglichen Ort war – da, wo im Moment halt keine aus den sich immer noch revolutionär fühlen wollenden “Turmwissenschaften” sind, die protestieren würden, dafür aber viele Wiwis und Juristen, die aus welchen Gründen auch immer keine Zeit, keine Lust und kein Interesse an “Protest” (EGAL welcher Art!) haben.
Dass das eskalieren musste, war im Grunde genommen für Leute, die etwas länger in der studentischen Selbstverwaltung aktiv sind, absehbar. (Hätte es also auch für dich sein müssen, my dear Toby… Immerhin machst du schon seit 2001 “in HoPo”…)
Gerade bei einem derartigen ideologisch höchst aufgeladenen potenziellen “Zielobjekt” wie dem HoF in sehr, sehr kurzer Entfernung, gerade auch dann, wenn die lieben Kommiliton_innen von der FH und andere “an der Form interessierte Dritte” vorbeikommen und ihre Art von Bespaßung erwarten, die ihnen leider auf Uni-Gelände immer wieder gewährt wird…
Ich möchte aber dennoch den AStA verteidigen.
Das sind überwiegend neue Leute, die ein derartiges Desaster noch nicht als Verantwortliche abbekommen haben. Es wundert mich nicht, dass dann die AStA-Vorsitzende sich “solidarisch” erklärt. Das sind eben leider auch ein Teil derer gewesen, die auf der (schlecht besuchten!) VV waren, das sind also (auch) “ihre” Studis, und wenn sie dann äußern würde “Nein, also DAS verurteilen wir als AStA natürlich total”, das wäre schlicht kontraintuitiv. (Was ihren Kollegen nicht im geringsten daran gehindert hat, das dann natürlich um so lauter und mit Bild von ihm zu tun…)
Meiner unbescheidenen Meinung nach wäre in dem Moment ein simples betretenes Schweigen vielleicht unter allen falschen Optionen noch die am wenigsten verkehrte Option gewesen…
Aber ich vermute mal, dass ihr ja morgen im StuPa statt vernünftigen Schweigens dann auch lieber möglichst laut “SKANDAL!!!” schreien werdet…
Es ist ja mal wieder Wahlkampfzeit…
Max und Moritz // 27. 11. 2008, 14:38
Zum gestrigen Ereignis muss gesagt werden – Sowas geht gar nicht!
Protestieren und randalieren sind zwei verschiedene Paar Schuhe die bei diesem doch schwerwiegenden Zwischenfall vermischt wurden.
Kontraproduktiv ist es sowieso und bringt nur Ärger mit sich.
Ziel der Vollversammlung war es von Anfang an Aufzuklären, was möglicherweise zum Jahr 2009 mit den hessischen Neuwahlen auf die Studenten zu kommt.
Der Vandalismus im HoF verfehlt da völlig sein Ziel und stellt die Studenten ehrer als problematische und unkooperative Neandertaler dar.
Dieser Vorfall sollte schnellstmöglich geklärt werden und Konsequenzen für die Verursacher mit sich ziehen!!!
Stephan // 27. 11. 2008, 14:45
Wir haben eine Petition gestartete, bei der sich alle Studenten gegen Gewalt, Zerstörung und Diebstahl aussprechen können. Der AStA ist auch herzlich eingeladen.
http://www.ipetitions.com/petition/StudentenGegenGewalt/
Hansi // 27. 11. 2008, 14:46
Sehe ich genauso. Die Schuld nun an Unbekannte abzugeben ist scheinheilig. Ein Rücktritt der Asta-Vorsitzenden scheint aufgrund des Kommentars als angebracht.
Zudem finden im HoF ein vielzahl an Vorlesungen statt. Selbstverständlich dürfen alle Studenten rein, allerdings stellt sich die Frage, ob alle rein müssen. Das HoF ist letztendlich ein Verwaltungs- bzw. Bürogebäude. Da stellt sich schon die Frage, warum der Asta ein Interesse hat dort hineinzuwollen.
Die Auflösung des Asta meint nicht ein vollkommenes Zusammenbrechen der Demokratie. Klar ist doch, dass der Asta wichtig in der Hochschulpolitik ist. Aber nicht in dieser Form. Es müssen Konsequenzen gezogen werden und dementsprechend ist eine Selbstauflösung und die Vorbereitung der baldigen Wahlen angebracht. Zudem sollten die stduentischen Parteien ihre Gremien neu besetzen oder ihre Zielrichtung bestimmen. Denn die Grünen haben eigentlich wenig mit Autonomen zu tun (zumindest mittlerweile).
Zum Thema Secuity hat wohl der gestrige Tag Bände gesprochen und die Notwendigkeit gezeigt. Zudem waren am Campus Bockenheim ebenfalls Sicherheitsdienste tätig. Aber da hat sich keiner beschwert.
Es hat den Anschein, als ob die wenigen Kritikpunkte auch noch an den Haaren herbei gezogen werden um sich im Gespräch zu halten.
Bandini // 27. 11. 2008, 14:49
Das schöne ist ja: Auch fünfzehn Jahre nach meinem Studium hat sich nichts verändert. Nie wird es eine Beteiligung der Studenten an der Führung einer Universität geben, wenn solche Leute an der Macht sind oder wenn extreme Gruppen deren Arbeit oder Positionen missbrauchen. Ach, sicherlich war es auch vor dreißig Jahren genauso ein trauerspiel und in dreißig Jahren vermutlich genauso.
Mainbube // 27. 11. 2008, 15:00
Die Verantwortlichen beim Asta sind nicht in der Lage ihre Aktionen abzuschätzen und handeln zutiefst verantwortungslos. Sie wollen eine andere Politik, handeln aber kopflos und nur auf die Abänderung eines Systems hin mit dem die meisten Studenten doch einverstanden sind. Es ist sinnlos über die Asta zu diskutieren, denn sie macht sich selber indiskutabel.
Paul // 27. 11. 2008, 15:00
Zumindest positiv, dass sich der Asta-Vorsitzende in diesem Interview zumindest offiziell von der Gewalt-Aktion distanziert.
Aber völlig unerwartet kann das alles für die Asta doch bitte auch nicht gewesen sein.
Ich selber war nur die ersten 20 Minuten auf der Vollversammlung
(danach wurden mir die Parolen zu einseitig und platt). Bereits im allerersten Satz folgte der Begrüßung der Studenten ein “Bullen, verpisst Euch”. Die Polizei war da, hat aber nichts gemacht, also kein Grund ihnen gegenüber aggressiv zu werden. Und nach den Gewaltaktionen im Anschluss an vorangegangene Vollversammlungen etc. kann man der Polizeipräsenz nun auch kaum eine fehlende Rechtfertigung absprechen.
Zur “Aufklärung” der Studierenden durch den Asta:
Davon kann leider kaum die Rede sein! Es wurde den Anwesenden gesagt, dass sich das hessische Parlament auflöst, obwohl die Bürger eine klare linke Mehrheit gewählt hätten… aha.
Im Folgenden wurden wilde Szenarien heraufbeschworen bzgl. Anwesenheitskontrolle durch die RFID-Chips, Überwachung der Studierenden in den Hörsälen durch Kameras, etc… die alle leider in keinster Weise durch irgendwelche Quellen belegt wurden.
Die technische Möglichkeit dieser Überwachungsöglichkeiten mag durch die Verwendung der Chips und Anwesenheit der Kameras möglich sein, sagt aber doch gar nichts darüber aus, dass es auch praktiziert wird (was natürlich auch nicht zu akzeptieren wäre). Welchen Nutzen hätte die Uni? Vor allem bei dem gegenübergestellen Aufwand!
Auch zuviel Security wurde bemängelt! Das dies zum einen auch mit der regen Bautätigkeit zutun hat, wurde nicht erwähnt. Das es seit der kurzen Zeit seit der Eröffnung des neuen Teils des Campus bereits zu so einigen Diebstählen gekommen ist hörte man von der Asta auch nicht. Und nach der gestrigen Aktion kann an von ZUVIEL Security wohl auch kaum reden…
Unter “Aufklärung” kann man es wohl auch kaum bezeichnen, wenn die Vertreter der Studierenden die BWLer und Juristen pauschal als Möchtegern-Eliten bezeichnen und immer wieder als “Feindbild” aufbauen, nur weil es Sponsoren aus der Wirtschaft gibt.
Ich sage ehrlich, ich habe nur die ersten 20 Minuten mitbekommen, aber in denen wurde enorm gegen diese beiden Fachbereiche, besonders Wirtschaftswissenschaften, gehetzt. Zusammen mit der Tatsache, das es nach Vollversammlungen durchaus “regelmäßig” zu Krawallen kommt, ist diese Distanzierung vielleicht etwas ZU WENIG. Wieso gibt es nie einen Aufruf der Asta, KEINE solchen Aktionen durchzuführen? Stattdessen liest man eher solche Kommentare wie: “AStA-Vorsitzende Nadia Sergan zur Besetzung:„Eine super Aktion und ein längst überfälliges Zeichen gegen all das, was das House of Finance repräsentiert…“”
Wenn der Asta WIRKLICH GEGEN solche Aktionen sein sollte, möchte ich als Student das auch von ihm hören! Und eben auch in dem Sinne, dass solche Aktionen vorab bereits verurteilt werden und die Stimmung dazu nicht auch noch angeheizt wird.
Ansonsten wirken Distanzierungen lediglich wie eine notwendige Aktion um juristische Sanktionen gegen den Asta abzuwehren.
Ich habe jedenfalls keine Lust mehr mich vom Asta für dumm verkaufen zu lassen wenn sie mal wieder erklären, dass die Randalen im Anschluss an die Versammlungen JEDESMAL(!) VÖLLIG UNERWARTET(!) waren.
Mitglied der Asta zu sein bedeutet doch auch VERANTWORTUNG zu tragen, oder nicht?
SirToby // 27. 11. 2008, 15:06
@Jemand: Du musst mich mit jemandem verwechseln – ich gehöre weder zu den Liberalen noch sonst einer Partei an, habe kein Auto (und schon garnicht mit LDK – völlig falsche Richtung). Ausserdem beteilige ich mich anderweitig an der Verbesserung der Studentensituation (viel Dinge lassen sich von “unten” viel besser regeln, als über den bürokratischen Apparat oder den allgemeinen Parteienzank).
Und was Wahlen angeht, so ist die Beteiligung daran wichtig. Alle, die nicht gewählt haben, dürften eigentlich auch nicht jammern und kritisieren.
DIXI ;-)
Michael // 27. 11. 2008, 15:19
Wie passt die Aussage von “Jemand” um 14:36
(“Dass das eskalieren musste, war im Grunde genommen für Leute, die etwas länger in der studentischen Selbstverwaltung aktiv sind, absehbar. (Hätte es also auch für dich sein müssen, my dear Toby… Immerhin machst du schon seit 2001 “in HoPo”…)
mit der Aussage DER ASTA Führung Jonas Erkel:
“Wieso habt ihr nichts dagegen gemacht?”
“Das ist sehr schwer. Es waren mindestens 500 Leute da und wir hatten die Situation dann nicht mehr unter Kontrolle. Wir haben zwar die Vollversammlung organisiert und dazu aufgerufen, aber es ist auch nicht direkt unsere Aufgabe zu kontrollieren, was danach passiert. Es waren ja nicht nur Studenten der Uni da, sondern auch ein Demonstrationszug der Fachhochschule und Nichtstudenten. Es war dann einfach zu unübersichtlich.”
Wenn sogar “Jemand” es sehen konnte, warum, konnte man (ASTA) das nicht einplanen? Oder war es doch gewollt und man hat es bewusst so inszeniert? Wer ist denn “Jemand”? Jemand vom ASTA?
Ich denke diese gestrigen Ausschreitungen haben mir und auch vielen anderen die Augen geöffnet, mit wem man es bei der ASTA zu tun hat. Immerhin können jetzt viele versuchen anders zu wählen und die radikale Komponente, die sehr links einzuordnen ist zu eliminieren. Vielleicht waren auch deswegen nur 400 Studenten gestern bei der Demo anwesend…und dann auch welche, die nicht an der Goethe Uni studieren…
Max und Moritz // 27. 11. 2008, 15:23
Wahlen, Wahlen, Wahlen!
Es wird sich immer wieder darüber beschwert, dass viele Leute nicht wählen gehen.Und deswegen sich auch nicht einmischen bzw. nicht herumkritisieren sollen!
1. Vandalismus geht jeden etwas an, der einen Fuss in die Uni setzt, um sich dort weiterzubilden!!!
2. Schwachsinn!
Habt ihr schon mal daran gedacht, dass diejenigen, die nicht wählen gehen, einfach keinen Bock auf (verzeihung!) Beschiss haben?
Ich meine wenn sich der AstA immer wieder solche Eskapaden leistet, darf man sich nicht wundern, wenn die Wahlbeteiligung sinkt!
Diese Aktion zeigt wieder einmal, dass der AStA nicht von Juristen und Wiwis gewählt werden kann.
Da steht man einfach drüber und möchte nicht mit solchen Gewaltübergriffen in Verbindung gebracht werden.
Es ist bedauerlich, dass Juristen und Wiwis alle anderen Studierenden jedes Faches akzeptieren und tolerieren, selbst aber von anderer Seite beneidet werden und man ihnen nur mit Intoleranz begegnet werden.
Jemand // 27. 11. 2008, 16:03
@SirToby
Hm. Verwunderlich. Ich kenne nämlich seit etwa 8 Jahren einen Tobias, der sich auch gerne als Pseudonym “SirToby” nennt und der seit 7 Jahren… na egal…
@Michael: Nein, ich bin nicht “vom Allgemeinen Studierendenausschuss”. Jedenfalls nicht mehr aktuell. Ich bin diesbezüglich quasi “im Vorruhestand”. Nach sechs Jahren StuPa, Senat und AStA und vorher etwa sieben Jahren Parteiarbeit. Will sagen: Ich als alter Sack kann mir sowas in etwa ausrechnen – aber das heißt nicht, dass Leute, die erst ein, zwei Jahre “organisiert aktiv” sind, ebenfalls auf die selben Schlüsse kommen. Das hat auch nix mit “Inkompetenz” seitens der weniger erfahrenen Leute zu tun.
@Max und Moritz: “Der AStA” kann in der Tat nicht von Wiwis und Juristen gewählt werden, höchstens die Gruppen, die im Studierendenparlament sind und die dann, wenn sie eine Mehrheit bei den Wahlen für eine Koalition bekommen, entsprechend einen “AStA-Vorstand” wählen, der wiederum Referentinnen und Referenten berufen kann. Mit einem Apparat von etwa zehn Leuten 500 Leute zu steuern zu versuchen *ist* echt schwierig. Stell’ dir eine Vollversammlung als eine seeehr lange Gleichung mit vielen (unbekannten) Variablen vor, die ständig neue Werte annehmen könnten. Das kann “einfach so” gutgehen, das kann aber auch ohne irgendeinen nachvollziehbaren Grund übel in die Hose gehen. Und dann steht man als Veranstalter ziemlich dumm da. Gerade auch beim “Nachspiel”.
@Hansi: Du widersprichst dir bezüglich des HoF in ein und demselben Absatz…
@Paul: Die Frage ist, wie man da für wen Verantwortung trägt. Jonas Erkel und Nadia Sergan haben das unterschiedlich beurteilt. Und dabei beide nicht gerade klare, optimale Formulierungen verwendet… um es mal SEHR diplomatisch zu umschreiben…
Communist // 27. 11. 2008, 17:22
Oh ha, da scheint es die autoritären Characktere aber ins Mark getroffen zu haben.
Geistlos ist zunächst mal die Entwicklung der Universität: Unterordnung der Wissenschaft unter die kapitalistische Standortpolitik, Verschulung, Ausgrenzung, Überwachung und Abzeunung des neuen Campus, etc. pp. …
Da würde sich nicht nur Marx und Adorno im Grabe umdrehen.
Eine politische Agenda gibt es übrigens, wer darin in Übereinstimmung mit dem Verfassungsschutz aber nur “linksextreme Propaganda” erblicken kann, der will diese offensichtlich einfach nicht sehen.
Allein die Kommentare über mir zeigen, wie richtig es ist da hinzugehen, wo es die “Universität der Zukunft” – und ihre Claqeure vom Journal – stöhrt.
Und zur Frage der beschmierten Wände (Hilfe! Gewalt! Terror!) fällt mir nur noch folgendes Zitat ein:
“Vor die Wahl gestellt zwischen Unordnung und Unrecht entscheiden sich die Deutschen für das Unrecht” (vergl. Na…? Genau, das ist von Goethe, aber das wisst ihr Geistreichen hier ja bestimmt)
Steve // 27. 11. 2008, 17:26
Ach von wegen der AStA hätte das nicht gewollt. Das Plakat mit dem er für die Vollversammlung geworben hat schreit ja geradezu danach. Das letzte Mal als der AStA zu Gewalt aufgerufen hat, ist auch einiges zu Bruch gegangen. So ist auch der Spruch , “we can do it again”, zu verstehen, der groß auf dem Plakat prangt. Jeder weiss was damit gemeint ist, aber hinterher leugnet man jede Beteiligung.
Jochen // 27. 11. 2008, 18:06
Ich finde es wunderbar, dass ein Haufen linker “Studenten” die Zeit und Muße findet öffentliche Einrichtungen zu zerlegen.
In meinem Studiengang, Medizin, hat keiner Zeit für solche Mätzchen.
Die Gestalten die bei AStA rumspucken kenne ich teilweise leider persönlich. Es bleibt halt wie zu Schulzeiten – wer kein Bock auf Unterricht( die Chance etwas zu lernen) hat geht zur SV bzw. AStA, gammelt rum und tut sich wichtig. Nice.
@ Communist.
Zitat:”Allein die Kommentare über mir zeigen, wie richtig es ist da hinzugehen, wo es die “Universität der Zukunft” – und ihre Claqeure vom Journal – stöhrt.”
– ” über mir” hast du unbewusst hierarchisch verwendet(Freud lässt grüßen), sie sind deinen destruktiven Ansichten tatsächlich überlegen. Sei doch solidarisch und wisch die Schmierereien weg, haste was zu tun(sonst scheinbar eher wenig).
@Jochen // 27. 11. 2008, 18:51
Bääh, DU hast selber nix zu tun! Und DU bist unterlegen…
Meine Güte, argumentieren und denken scheint man bei euch in Medizin nicht zu lernen.
Lies mal ein Buch (vielleicht aber mal was anderes als Freud), kannst ja im neuen Karl-Marx-Haus nachfragen.
Aber besser direkt kritische Theorie googlen.
Für den Abriss des neuen Elite-Campus!
Humpty // 27. 11. 2008, 20:01
Wie wäre es, wenn die “vernünftigen” Studenten sich in Zukunft einfach weigern, bei Demonstrationszügen von Leuten anführen zu lassen, die sich vermummen? Das wäre doch mal ein klares Signal, dass man mit den schwarzen Block nichts zu tun haben will.
Dass die Mehrheit der Studenten mit dem AstA nichts zu tun haben will, zeigt sich hingegen schon an der geringen Beteiligung an der Vollversammlung. Auf dem neuen Campus studieren (meine ich) etwa 18.000 Leute (davon nur knapp die Hälfte Jura und Wiwi!), wohingegen sich gerade einmal 400-500 Leute zur VV einfinden.
Die Arbeit des AStA geht an den Bedürfnissen der Studierenden vorbei. Klassisches Beispiel für dessen ideologische Verbohrtheit war das Verhalten gegenüber den “Giraffen”, deren Initiative (Klausurensammlung) in keinster Weise unterstützt wurde. Man hat die Bedürfnisse von über 4.000 Jurastudenten schlicht deswegen ignoriert, weil es (nur) um Jurastudenten ging. Nach dem Motto: Sollen sie sich doch was im Juridicum für ihre Klausurensammlung suchen. Allerdings war die Initiative der Giraffen eine der wenigen Initiativen aus dem Umfeld der Studentenpolitik, die tatsächlich von den Studenten mit großem Erfolg angenommen wurde.
Beim AStA kümert man sich halt lieber um das “Unterstrich-I”…Sowas hat dort Tradition.
Jemand // 28. 11. 2008, 09:12
@Humpty
Wieso nur habe ich das Gefühl, dass du selbst eine Giraffe bist? Und wieso nur komme ich auf die Idee, dass du eine ganz bestimmte Giraffe bist, nämlich jener Jura studierende, vom Studierendenparlament gewählte AStA-Zeitungsreferent, der mit dem “_innen” nicht kann? Muss wohl an den Wahlkampfformulierungen liegen, die mit Sicherheit bald wieder auf Flyern der “Unabhängigen” Giraffen in der “Unabhängigen” Jura-Klausurensammlung zu lesen sein werden, die faszinierende Ähnlichkeiten zu deinen Texten aufweisen… ;->
Im Übrigen bin ich der Meinung, dass auch dieser Thread für weitere “Beiträge” gesperrt werden sollte, da hier außer Wahlkrampferei und diffusem Gemecker gegen “die AStA”, das nur auf ein diffuses “Abschaffen-Wollen” hinausläuft, ohne dass sich Leute konstruktiv in die Arbeit und Diskussionsprozesse ihrer eigenen studentischen *Selbst*verwaltung einzubringen in der Lage sehen (“keine Zeit für sowas” haben, aber dann darüber meckern, dass diejenigen, die sich die Zeit dafür auch erstmal freiboxen müssen, das total Schei*e machen, ist, sorry, verdammt schwach…), ist glaube ich nicht der Sinn und Zweck eines Blog eines Magazins wie “Journal Frankfurt”.
Und ich würde hoffen, dass das Journal Frankfurt daher diesen virtuellen Sandkasten, in dem sich Leute vor allem darum bemühen, sich gegenseitig mit ihren Schäufelchen zu hauen, zu schließen einzusehen in der Lage ist….
Wobei mein Ego noch nicht einmal ein Problem damit hätte, wenn alle Beiträge formal gleichbehandelnd gelöscht würden. Soooo arg hänge ich nicht daran, dass ausgerechnet u.a. meine Äußerungen stehen bleiben und nur klar erkennbarer, pardon, bullshit den Weg aller Fäkalien ginge – nämlich ab in die Gosse… ;-)
Student // 28. 11. 2008, 10:13
Keiner wird ernsthaft verlangen, dass hier jemand seine Meinung ändern soll. Diejenigen, die den neuen Campus etc. ablehnen haben ihr gutes Recht dazu. Die aber, die ihn gut finden und sich wohl fühlen ebenso. Argumente mögen den einen oder anderen Überzeugen und er wird viell anders denken – müssen tut dies aber keiner. Das ist auch gut so.
Aber warum muss den Meinung in Gewalt auf Kosten aller ausarten? Das widerrum ist nicht legitim und weit entfernt von jeder inhaltlichen Auseinandersetzung oder Meinungsfreiheit. Außerdem kann sowas keiner Rechtfertigung zugeführt werden.
Max und Moritz // 28. 11. 2008, 10:48
Das wird langsam wieder unproduktiv hier.
Zwei Seiten, die aneinander rümnörgeln. “Du hast…ich hab nicht!”
“Ich will auch, du sollst nicht!”
Da dreht sich einem ja glatt der Magen um. Leute seid erwachsen!
Sachen konnte man im Kindergarten zerstören und sagen: “Toll! Ich hab was geschafft”. Aber hinterher hat man Hausarrest bekommen und begriffen, Sachen putt machen ist falsch.
Ich mein:
Wir sind doch alle “groß” genug unsere Meinungen auch ohne solche Gewaltausbrüche kund zu tun.
Und mal ernsthaft: Hier ist nicht nur fremdes Eigentum zerstört worden…es wurden auch Leute angegriffen!
Das ist doch keine reine Meinungsäußerung mehr!
Das ist pure, hirnlose Gewalt!
Und das erkennen nicht nur die “autoritären Charaktere”, das sieht JEDER!
Und was den AStA anbelangt:
Sich einfach aus der Affäre ziehen mit einem: “Das haben wir nicht gewollt. Wer hätte das ahnen können?”
Wer soll das glauben?
Sobald man auch nur einen der vermummten Typen sieht, ist man doch schon alamiert!
Und ob Frischlinge oder nicht, man kan sich die Zeit nehmen und eigenverantwortlich! die Vorgänger um Rat fragen, um Erfahrungsberichte bitten, was in der jeweiligen Situation geschehen könnte, dann ist man auch gut vorbereitet.
Hier lag einfach nur ein Versagen vor.
Und das wurde ausgenutzt!
Kalle // 28. 11. 2008, 12:51
Von was für “gewalttaten” wird hier eigentlich die ganze Zeit gesprochen? Es wurden zwei Prospektständer umgeworfen und Graffitis gesprüht. Heult doch. Das Personen angegriffen wurden, hab ich zu keiner Zeit wahrnehmen können. Auch die Spontandemo verlief vollkommen friedlich. Auch die Polizei hielt sich zurück. Es gibt überhaupt keinen Grund von Randalen zu sprechen, bloß weil sich einige Leute, die das sonst auch immer tun, vermummt haben.
Kaschpar // 28. 11. 2008, 14:44
@Kaschpar – nix gegen deine Kritik, woran auch immer – auch am Journal. Aber bitte in zivilisierter Wortwahl – daher löschen wir Deinen Vorspann. Deine Kritik an den Mitbloggern lassen wir (mit kleinen Streichungen) stehen.
Gruß, Deine Freunde vom Journal.
@SirToby
Ich kenne persönlich Menschen, die, weil sie nicht dem Aussehen des typischen HoF-Besuchers entsprechen, von Security aus dem Haus geworfen wurden.
@Paul
Die Polizei war überhaupt nicht da (bis auf einen Papabullen mit Rauschebart).
Die Bürger haben eine linke Mehrheit gewählt (Linkspartei, SPD und Grüne haben zusammen 57 Sitze erhalten, CDU und FDP haben 53 Sitze bekommen…). Das lässt sich auf http://www.wahlen.hessen.de nachlesen.
Die Kameras kannst du selbst in den Hörsälen besichtigen. Es sind übrigens mehr Kameras auf die Studierenden, als auf den Lehrenden gerichtet… Achja: Nur weil es Atomwaffen gibt, ist das ja kein Problem, nur wenn sie mal jemand benutzt…
Die viele Security hat überhaupt nicht mt der “regen Bautätigkeit” zu tun. So ein Quatsch, was für einen Sinn soll das denn ergeben?
Die Juristen udn BWLer werden keineswegs pauschal als Möchtegern-Eliten bezeichnet, aber es ist aller Wahrscheinlichkeit auch empirisch nachweisbar, dass der Elitegedanken unter BWLern und Jurist_innen mehr Zuspruch finden dürfte. Dass wird übrigens unter anderem daraus geschlossen, dass es von eurer Fachschaft nicht eine Distanzierung von einem solchen Elitegedanken gab.
Vom AStA gibt es übrigens keinen AUfruf gegen solche Aktionen, weil du, Paul, mit deiner Meinung in der Minderheit bist. Deswegen haben der RCDS und die LHG im Stupa auch nur je zwei Sitze Sitz, die anderen Fraktionen zusammen 17.
@Michael
“Nur” 500 Student_innen waren anwesend interessant. Du kannst ja mal eine Gegenkundgebung machen, steht dir ja frei. gelöscht.
@Max und Moritz
Dann wähl halt andere Fraktionen, herrgott. Das ist nicht die DDR, wo es nur eine Wahlmöglichkeit gibt. Wärst du einmal bei einer Wahl gewesen, dann wüsstest du, dass das nicht wie bei der SV ist, wo sich verschiedene Teams bewerben und eines wirds dann, sondern dass es Fraktionen gibt, die dann Abgeordnete ins Studierendenparlament schicken.
In einem späteren Kommentar schreibst du, es wären Menschen angegriffen worden. Stimmt: zum Beispiel hat ein Cafe-Mitarbeiter einfach mal so einen der Demonstranten geschlagen, aber das kommt ja in deiner einfachen Rechnung (übrigen, Jochen: das war wirklich eine unbewusste Leistung) von den bösen Randalierern nicht vor.
@Steve
“We can do it again” ist auf die Verhinderung der Studiengebühren bezogen,gelöscht. Jeder mit minimalem Allgemeinwissen über die Hochschulpolitik der letzten drei Jahre weiß das.
@Jochen
In deinem Studienfach Medizin hat wahrscheinlich wirklich niemand Zeit für sowas. Dass du das allem Anschein nach noch gut findest, ist nicht mein Problem. Ich jedenfalls nehme mir meine Freizeit. Dass ihr so beschissene Studienbedingungen habt, in denen nicht mal Zeit bleibt ein bisschen Politik in der Freizeit zu machen ist eure Schuld. Wenn ihr nichts dagegen macht,w erdet ihr halt geknechtet. Bad Luck!
Darüber hinaus hast du von der Freudschen Theorie zum Fehlverhalten offensichtlich überhaupt nichts verstanden. Über mir ist schlicht und ergreifend eine Bezeichnung wo dieses erbärmliche Geschreibsel steht und hat mit Unbewusstsein überhaupt nix zu tun. gelöscht
@Student
Der neue Campus ist eben ein Problem und tut mir leid, aber niemand hat das Recht mich abzufilmen wo ich gehe und stehe, egal ob andere Leute das (warum auch immer) gut finden. Sowas nennt sich Bürgerrecht. Über eine begründete Ablehnung in einem Haus zu studieren, in dem früher die Deportation von Jüdinnen und Juden beschlossen wurde, müsste tatsächlich diskutiert werden. Wird es aber nicht, weil alle Versuch von Seiten der Studierendenschaft beharrlich von der Uni abgeblockt werden.
Earendil // 28. 11. 2008, 18:10
Vorausgeschickt: Bin weder Frankfurter_in noch Student_in (nicht mehr), also rein aus Fern- und Medienbetrachtung:
Das war doch mal – für deutsche Uni-Verhältnisse – ne wirklich gute Aktion!
- es wurde mit dem House of Finance ein treffendes Symbol für ne Menge gelöscht vom webmaster(Stiftungsuni und privatwirtschaftliche Wissenschaftsfinanzierung, Sicherheit, Ausschluss und Überwachung, und überhaupt WiWi als Hort kapitalistischer Ideologieproduktion – ganz stichwortartig) ins Visier genommen
- die Aktionen (Mensaessen umsonst, Besetzung und Umbenennung des Hauses, Demontage von Kameras) provozierten, taten zumindest ein bisschen weh, bewegten sich am Rande der Legalität und gerieten trotzdem nicht zu zielloser Randale
Ich hab als Student_in einfach an zu vielen Latschdemos teilgenommen, die sogar noch von denen begrüßt wurden, gegen die sie sich eigentlich richteten. Nichts gegen Latschdemos an sich, wenn sie gut genug besucht sind, aber begleitend und ergänzend braucht’s einfach kreativere und v.a. bissigere Aktionsformen…
Allerdings sollte man sich unbedingt davon verabschieden, immer im Namen “der Studierendenschaft” oder auch nur der Mehrheit davon zu sprechen und zu handeln. Es wäre naiv zu glauben, mit der Möchtegern-Elite von morgen zusammen für kritische Wissenschaft oder gar eine bessere Gesellschaft streiten zu können. Und zu glauben, eine Art Avantgarde für die schweigende, unpolitische Mehrheit zu sein, ist gleichfalls naiv und zudem anmaßend.
Jedenfalls freue ich mich immer, wenn ich von solchen Aktionen lese. Danke, und mehr davon!
Humpty // 30. 11. 2008, 16:37
@Jemand
Du irrst. Ich kenne denjenigen, von dem Du sprichst überhaupt nicht. (Er ist mir aber jetzt schon sympatisch.)
@Earendil
Ich glaube, dass die Elite-Universitäten dieser Welt mehr kritische Geister (auch und vor allem Juristen und Wirtschaftswissenschaftler) beherbergen und hervorgebracht haben als die Masse an Mittelmaß, die Du offensichtlich als Ideal ansiehst.
Und profitiert nicht auch z.B. heute noch die Goethe-Uni bzw. ihre Studenten von dem exzellenten Ruf von Adorno, Habermas und Co? Und was sind denn diese anderes als intellektuelle Elite?
Elite-Forschung und Elite-Lehre sind auf Geld angewiesen. Das heißt aber noch lange nicht, dass es sich bei denen, die Geld organisieren, das der Staat nicht bereitstellen kann bzw. will, um willenlose Handlanger des “Kapitals” handelt.
(Dein Rand der Legalität ist an juristischen Maßstäben gemessen Illegalität, nämlich blinde Sachbeschädigung eines Mobs, der sich in die Anonymität flüchten konnte.)
Name (eforderlich) // 30. 11. 2008, 21:35
reclaim your campus
Rest-Kommentar vom webmaster gelöscht – Kommentare, beziehungsweise eher Resolutionen ohne Namens- und Emailnennung werden auch in Zukunft gelöscht.
Stephan // 1. 12. 2008, 14:02
Bezüglich des Kommentars über mier… ich habe mal mit den Mitarbeitern des House of Finance Gesprochen. Die haben mit gesagt das sie um Ihr Leben gefürchtet haben als die Schwarzmaskierten randalierer reingestürmt sind. Was hat es mit einer gesunden Protestkultur zu tun wenn man das Cafe Rtunde (das nicht Kommerziell vom Studentenwerk verwaltet wird) stürmt, und die Inahlte der Regale auf den Boden schmeisst??? (So die darstellung der Mirabeiter des Cafes).
Es geht mir in dieser diskussion die Form des Protestes, der unakzeptabel war.
Stephan // 1. 12. 2008, 14:03
P.S.: wer diese Psotion teilt, unterzeihen doch bitte foglende Petition:
http://www.ipetitions.com/petition/StudentenGegenGewalt/?e
Humpty // 1. 12. 2008, 19:50
In der Gruppe “Jura, Frankfurt/Main” bei studivz heisst es in einer Pressemitteillung der “Giraffen”, dass sich ein Mitglied der Grünen Hochschulgruppe im Studierendenparlament dahingehend geäußert habe, sie würde sich selbst dann nicht von solchen Aktionen distanzieren, wenn im House of Finance eine Bombe gezündet wird.
Das muss man nicht weiter kommentieren.
SirToby // 2. 12. 2008, 11:33
Der Schaden am HoF beläuft sich laut aktueller Information auf etwa 50.000 Euronen. Die Überwachungskameras befinden sich an den Notausgängen und der Bib und zeichnen eventgesteuert auf (wenn jemand den Notausgang benutzt bzw. die Detektoren einen Diebstahl wahrnehmen).
@Kaschpar: Die Security schmeisst Leute raus? Ist mir noch nicht untergekommen. Aber wie sieht überhaupt ein typischer HoF-Besucher aus?
@Jemand: Das mit “SirToby” ist ‘ne lange Geschichte aber ich sage nur Dinner for One.
In diesem Sinne: Cheerio!
Ärger am Campus Westend bei Pflasterstrand // 9. 12. 2008, 14:35
[...] Uni-Frankfurt: Aufgrund der begrenzten Platzanzahl in den Veranstaltungsräumen war von vornherein nur ein begrenzter Personenkreis eingeladen. Die aufgrund der Vorfälle am 26. November verschärfte Sicherheitslage ließ am Veranstaltungstag keine Erweiterung des Gästekreises zu. Es handelte sich somit um keine systematische Ausgrenzung. (Anm. d. Red.: Eine Gruppe von etwa 50 Autonomen hatte am 26. November nach einer Vollversammlung des AstA im „House of Finance“ am neuen Uni-Campus Westend randaliert. Siehe Blogbeitrag: “Die Aktion war kontraproduktiv”) [...]